Neue Literaturreihe

Sibylle Lewitscharoff © Jürgen Bauer. 31.03.2017, 18-22 Uhr
Stuttgart-Hohenheim
Es geht immer um alles!

Kunstschaffende schauen auf das Leben und die Zeit: Sibylle Lewitscharoff

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Gütesiegel 2014

 

Außenblicke

Flüchtlinge fotografieren ihre deutsche Umgebung

Fotografiert von einem syrischen Flüchtling, Ohne Titel Vernissage: 
6.2.2016, 19:30 Uhr
Ausstellungsdauer: 

6.2. bis 30.7.2017
Ausstellungsort: KUNST-RAUM-AKADEMIE im

Tagungszentrum Hohenheim
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Alexandr-Men-Preis 2002

Verleihung an Anatoli Pristawkin

Einsatz für Menschenrechte und Demokratie in Russland gewürdigt

Anatoli PristawkinStuttgart - Der russische Schriftsteller Anatoli Pristawkin hat den Aleksandr-Men-Preis 2002 verliehen bekommen. Der 1931 in Moskau geborene Literat erhielt den mit 2.500 Euro dotierten Preis am Mittwoch in Stuttgart für sein Engagement für Menschenrechte und Demokratie in seinem Heimatland, wie der Direktor der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Abraham Kustermann, am Tag der Verleihung sagte. Die Akademie verleiht den Men-Preis zusammen mit deutschen und russischen Partnern seit 1995 jährlich zum Gedenken an den 1990 in Moskau erschlagenen Erzpriester Aleksandr Men.

Pristawkin vermittelte nach den Worten Kustermanns mit seinen Werken russische Realität in Deutschland. Damit habe er einen großen Beitrag zum Verständnis der jüngeren Geschichte dieses Landes und der gegenwärtigen Situation geleistet. Der Schriftsteller, der heute Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin ist, regte mit seiner Kritik an der Tschetschenienpolitik seines Heimatlandes und am Umgang mit den Zuständen in den Gefängnissen Aufsehen. In Deutschland ist Pristawkin mit seinen Romanen "Schlief ein goldnes Wölkchen" und "Wir Kuckuckskinder" sowie mit der autobiografischen Erzählung "Der Soldat und der Junge" bekannt geworden. Von 1992 bis 2001 war der in verschiedenen Waisenhäusern aufgewachsene Pristawkin Vorsitzender der Begnadigungskommission des früheren russischen Präsidenten Boris Jelzin. Die Kommission wurde im vergangenen Jahr von Putin aufgelöst.

Preisverleihung durch Hermann Fünfgeld

Nach Auflösung der Kommission appellierte der 1992 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnete Schriftsteller an Putin, jene der insgesamt eine Million russischen Gefangenen zu begnadigen, die aus blanker Not straffällig wurden und wegen Kleindelikten mehrjährige Haftstrafen verbüßen. Der Menschenrechtler geißelt die nach seiner Darstellung unvorstellbare Situation in den Gefängnissen. Seine Erfahrungen in der Begnadigungskommission schilderte er in diesem Jahr in seinem Werk "Ich flehe um Hinrichtung". Als Präsidentenberater unterstützt er Putin gegen Vorstöße, die Todesstrafe in Russland wieder einzuführen. Seit 1996 wurde dort niemand mehr offiziell hingerichtet. Putins Position sei eindeutig, betont Pristawkin. Wichtig sei nicht die Härte der Strafe, sondern deren Unausweichlichkeit.

Die Laudatio auf den Preisträger hielt sein Übersetzer, der Slawist Thomas Reschke. Bisherige Preisträger sind unter anderen die Schriftsteller Tschingis Aitmatov und Lew Kopelew sowie der Journalist Gerd Ruge und der frühere sowjetische Staatspräsident Michail Gorbatschow.


Grußwort Dr. Johannes Kreidler

Grußwort Ekaterina U. Geniewa

Grußwort Boris Chlebnikow

Laudatio Thomas Reschke

Preisverleihung Hermann Fünfgeld

Dankesworte Anatoli Pristawkin

Biografie Anatoli Pristawkin

Biografie Thomas Reschke

Bericht Stuttgarter Zeitung

Bericht Stuttgarter Nachrichten