12.10.2016, Mi 08:00 Uhr, bis 18:00 Uhr, Stuttgart-Hohenheim

METACOM Symbole © Annette Kitzinger

Alle inklusive?!

Menschen mit Behinderung in der ambulanten Gesundheitsversorgung

12. Oktober 2016
Tagungszentrum Hohenheim



Alle inklusive?!

Menschen mit Behinderung in der ambulanten Gesundheitsversorgung

"Menschen mit Behinderungen haben das Recht, gesund zu sein. Niemand darf wegen seiner Behinderung schlechtere Hilfen für die Gesundheit bekommen. Jeder Mensch mit Behinderung muss die Medizin und Hilfen für die Gesundheit bekommen, die er braucht." Dies ist - in leichter Sprache - in Artikel 25 der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) klar formuliert.

Vor diesem Hintergrund hat auch das Gesundheitswesen in Baden-Württemberg große Herausforderungen zu meistern. Deshalb beschloss die Landesregierung vor einigen Jahren den "Zukunftsplan Gesundheit", um gemeinsam im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern die Gesundheitspolitik weiterzuentwickeln. Die Ergebnisse aus diesem Dialogprozess sind in einem Gesundheitsleitbild dokumentiert, das bei der Ausgestaltung des baden-württembergischen Gesundheitswesens als Orientierung dienen soll. Der Landesaktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK greift das Gesundheitsleitbild ebenfalls auf.

Wie aber sieht der Alltag bislang aus? Welche Anforderungen haben Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen an die ambulante Gesundheitsversorgung? Wie barrierefrei sind Arztpraxen? Wie barrierefrei ist die zahnärztliche Versorgung? Wie können Menschen mit Behinderungen an medizinischen Vorsorgeleistungen und Früherkennungsprogrammen teilnehmen? Wie ist der Zugang zu Eltern-Kind-Kuren gewährleistet? Neben einer kritischen Bestandsaufnahme stehen auch Zukunftsthemen wie E-Health und Telemedizin auf dem Programm: Welche Chancen und Risiken bergen telemedizinische Instrumente und Verfahren?

Die Fachtagung will informieren, Impulse setzen und Austausch ermöglichen: zwischen Menschen mit Behinderungen und ihren Angehörigen, MitarbeiterInnen und Fachkräften aus der Behindertenhilfe und dem Gesundheitswesen, VertreteInnen aus Politik und Verwaltung. Sie alle sind herzlich eingeladen!



Mittwoch, 12. Oktober 2016


9.15 Uhr

Anreise und Ankommen bei Kaffee und Tee


10.00 Uhr

Begrüßung

Dr. Andrea Thimm


10.05 Uhr

Zukunftsplan Gesundheit - patientenorientiert, regional, vernetzt.
Das Gesundheitsleitbild im Lichte von Menschen mit schweren Behinderungen

Dr. Jürgen Wuthe, Stuttgart


10.25 Uhr

Teilhabe braucht Gesundheit. Wie kann die Teilhabe von Menschen mit schweren Behinderungen aus medizinischer Sicht verbessert werden?

Dr. Birgit Berg, Stuttgart


10.45 Uhr

Die ärztliche Versorgung von Menschen mit schweren Behinderungen - eine Herausforderung?

N.N.


11.05 Uhr

Die zahnärztliche Versorgung von Menschen mit schweren Behinderungen - eine Herausforderung?

Dr. med. dent. Guido Elsäßer, Kernen im Remstal


11.25 Uhr

Medizinische Vorsorgeleistungen (z.B. Mütter-/Väterkuren, Eltern-Kind-Kuren) als Kraftquelle für pflegende Angehörige

Gabriele Henkel, München


11.35 Uhr

Pause mit Kaffee und Tee


11.50 Uhr

Alle inklusive in der ambulanten Gesundheitsversorgung?!

Berichte aus der Praxis
- aus der Perspektive von Menschen mit schweren Behinderungen

Ulrich Schütze, Stuttgart
Helga Jansons, Reutlingen
Ines Vorberg, Althütte


- aus der Perspektive von Angehörigen von Menschen mit schweren Behinderungen

Heinz Kuhn, Lahr
Karin Geiger-Smolina, Kohlberg


12.30 Uhr

Mittagessen


13.45 Uhr

Telemedizin, Video-Sprechstunde, Patienten-Apps & Co - sinnvolle Instrumente in der ambulanten Gesundheitsversorgung von Menschen mit schweren Behinderungen?

Prof. Dr. Gerald Weisser, Mannheim


14.15 Uhr

Nachgefragt - Arbeitsgruppen


Forum 1

Gesundheit beginnt im Mund. Wie unterstütze ich die Zahnpflege eines Menschen mit schweren Behinderungen?

Dr. med. dent. Guido Elsäßer, Kernen im Remstal
Silvia Reichmann, Kernen im Remstal


Forum 2

Krafttankstelle Mutter-/Vater- oder Eltern-Kind-Kur - was, wann, wo, wie?

Gabriele Henkel, München


Forum 3

Telemedizin - zum Anfassen: Anwendungsbeispiele aus der Praxis

Prof. Dr. Gerald Weisser, Mannheim


Forum 4

"ungenügend" - Gynäkologische Versorgung von Frauen mit Behinderungen

Ulrike Haase, Berlin


Forum 5

Heil- und Hilfsmittelversorgung: Status Quo und Blick in die Zukunft

Dr. Siiri Doka, Düsseldorf


16.00 Uhr

Pause mit Kaffee und Tee


16.15 Uhr

Teilhabe braucht Gesundheit

Improvisationstheater Wilde Bühne, Stuttgart


16.40 Uhr

Ausblick - Erwartungen und Forderungen

Jutta Pagel-Steidl


16.45 Uhr

Ende der Veranstaltung



ReferentInnen


Dr. Birgit Berg

Landesärztin für behinderte Menschen, Stuttgart


Dr. Siiri Doka

Referatsleiterin Gesundheitspolitik und Selbsthilfeförderung bei der BAG SELBSTHILFE e.V., Düsseldorf


Dr. med. dent. Guido Elsäßer

Referent für Behindertenzahnheilkunde der Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg, Kernen im Remstal


Karin Geiger-Smolina

Zahnmedizinische Fachassistentin, Elternbeirätin an der Dreifürstensteinschule - Außenstelle Münsingen (SBBZ), Kohlberg


Ulrike Haase

Netzwerk behinderter Frauen, Berlin; AK Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V., Berlin


Gabriele Henkel

selbständige Organisations- und Unternehmensberaterin, München


Helga Jansons

Verwaltungsangestellte, Rollstuhlnutzerin, Vorstandsmitglied im Körperbehindertenverein Reutlingen


Heinz Kuhn

Sonderpädagoge i.R., Vorsitzender des Vereins für Körper- und Mehrfachbehinderte Lahr


Silvia Reichmann

Zahnmedizinische Fachassistentin, Dental-Hygienikerin, Referentin für "Prophylaxe", Kernen im Remstal


Ulrich Schütze

besucht eine Tagesförderstätte, lebt in einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft des Körperbehinderten-Vereins Stuttgart


Ines Vorberg

Verwaltungsangestellte, Rollstuhlnutzerin, u.a. Vorstandsmitglied der LAG SELBSTHILFE Baden-Württemberg


Prof. Dr. Gerald Weisser

Oberarzt Radiologie, Universitätsklinikum Mannheim; Projektleiter der Koordinierungsstelle für Telemedizin Baden-Württemberg


Dr. Jürgen Wuthe

Leiter des Referats "Gesundheitspolitik, Gesundheitsdialog" im Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg



Tagungsleitung


Dr. Andrea Thimm
Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart


Jutta Pagel-Steidl
Landesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg e.V.



Zur Teilnahme


Tagungskosten

Veranstaltungskosten 40,00 EUR
Ermäßigt
Veranstaltungskosten 20,00 EUR


Anmeldung und Rückfragen

Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
- Geschäftsstelle -
Assistentin: Gudrun Leidig
Im Schellenkönig 61, 70184 Stuttgart
Tel: +49 711 1640 623; Fax: +49 711 1640 827
E-Mail: gesellschaft@akademie-rs.de

Die Anmeldung erbitten wir schriftlich (Anmeldekarte, Fax, E-Mail) spätestens bis zum 04. Oktober 2016. Sie erhalten eine Anmeldebestätigung.


Teilen Sie uns bitte bei der Anmeldung mit, an welchem Forum Sie teilnehmen möchten.

Ebenso bitten wir um Rückmeldung bis 23.09.2016, ob Sie einen Gebärdendolmetscher benötigen.

Bitte kommen Sie nicht unangemeldet zur Tagung! Bei Rücktritt von der Anmeldung vom 05. - 11. Oktober (Eingangsdatum) stellen wir Ihnen die Hälfte der Tagungskosten in Rechnung, danach bzw. bei Fernbleiben die Gesamtkosten. Ersatz durch eine andere Person befreit von den Stornogebühren.


Tagungshaus und Anreise

Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
- Tagungszentrum Hohenheim -
Paracelcusstraße 91, 70599 Stuttgart
Tel: +49 711 451034 600; Fax: +49 711 451034 898

Das Tagungszentrum liegt in der Nähe der Universität Hohenheim. Ab Stuttgart Hauptbahnhof (U5, U6, U12) bis Möhringen, von dort mit der U3 bis Plieningen. Bei Anreise mit der S-Bahn (S1, S2, S3) bis Vaihingen, dann Stadtbahn (U3) bis Plieningen. Von der Endstation sind es noch 300 Meter zur Paracelsusstraße (zunächst weiter in Fahrtrichtung, im Kreisverkehr die Hauptstraße überqueren, dann sofort rechts).
AutofahrerInnen, die über die Autobahn A 8 aus Richtung Ulm oder Karlsruhe anreisen: Ausfahrt 53a "Flughafen/Messe" in Richtung Plieningen. Hauptstraße durch Plieningen bis zur Abzweigung "Universität Hohenheim". Am Kreisverkehr bei der Gaststätte "Wirtshaus Garbe" scharf rechts in die Paracelsusstraße.
Vom Flughafen Stuttgart zum Tagungszentrum benötigen Sie ca. 15 Minuten (Taxi/Buslinie 79).


Das Tagungszentrum Hohenheim ist barrierefrei.

Eine Pflegeliege für Erwachsene und ein Patientenlifter stehen für die Dauer der Tagung bereit.