17.02. bis 19.02.2017, Fr 18:00 Uhr, bis So 16:00 Uhr, Stuttgart-Hohenheim

Interdisziplinäres Forum "Jüdische Geschichte und Kultur in der Frühen Neuzeit"

Abbildung: Abraham Jagel, Lekah Tov, Amsterdam 1675 [Venedig 1595], National Library of Israel

Juden in Konfessio-
nalisierungsprozessen vom 16.-19. Jahrhundert

Projektionen, Opfer und Akteure

17.-19. Februar 2017
Tagungszentrum Hohenheim



Juden in Konfessionalisierungsprozessen

Projektionen, Opfer und Akteure

Mit dem Reformations-Jubiläum beschäftigen sich 2017 viele. Auch die radikale Haltung Martin Luthers zu den Juden ist inzwischen zum kritisch reflektierten Bestandteil des innerkirchlichen Diskurses geworden. Die möglichen Folgen dieser primär theologischen Positionsbestimmungen, ihre Rezeption und Funktionalisierung in der auf die Reformation folgenden Phase einer konfessionellen Verdichtung, bleibt jedoch weiterhin wenig untersucht. So möchte sich das Forum 2017 damit befassen, ob und was Juden für die innerchristlichen Konfessionalisierungsprozesse bedeuteten und welche Folgen die Konfessionalisierung für sie haben konnte. Zugleich fragt es jedoch auch danach, ob und wie sich im Vergleich zu den christlichen innerjüdische Identitätsbildungs-, Reform- und Konfessionalisierungsprozesse in dem Zeitraum vom 16. bis ins 19. Jahrhundert entfalteten.

Das "Interdisziplinäre Forum Jüdische Geschichte und Kultur in der Frühen Neuzeit" wird seit dem Jahr 2000 durch einen Arbeitskreis aus HistorikerInnen, JudaisIinnen und VertreterInnen weiterer Fächer veranstaltet. Im Mittelpunkt der jährlichen Tagungen steht die Diskussion aktueller Forschungsthemen und
-vorhaben. Das "Forum" widmet sich Themen vom späten Mittelalter bis zum frühen 19. Jahrhundert und ist offen für Teilnehmer, die sich wissenschaftlich mit dieser Epoche der jüdischen Geschichte und Kultur befassen.



Freitag, 17. Februar 2017


18:30 Uhr

Abendessen


19:30 Uhr

Begrüßung und Vorstellungsrunde

danach geselliger Abend in der Denkbar

Samstag, 18. Februar 2017


8:00 Uhr

Frühstück


9:00-12:30 Uhr

Einführung und Moderation: Rotraud Ries und Avi Siluk


Konfessionalisierung(en) und 'Judenpolitik'

Kontinuität oder Wandel?

Ulrich Hausmann


Kaffee/Tee


'Conversos' als Projektionsfläche eines 'verfrühten' Konfessionalisierungsvorgangs im frühneuzeitlichen Spanien?

Julian Katz


Judenpolitik im Kontext der katholischen Konfessionalisierung

Das Hochstift Würzburg

Sabine Ullmann


12:30 Uhr

Mittagessen


14:30-18:30 Uhr

Moderation: Sabine Ullmann


Konfessionelle Konformität und Handelsinteressen

Die Aufnahme portugiesischer Juden im lutherisch-orthodoxen Hamburg am Anfang des 17. Jahrhunderts

Jutta Braden


Konversionspolitik und Konversionspraxis

Über den Glaubenswechsel von Katholiken und Juden in der Universitäts- und Messestadt Leipzig im 17. Jahrhundert

Jörg Deventer


Kaffee/Tee


Zur religiösen Binnendifferenzierung im
aschkenasischen Judentum der Frühen Neuzeit

Lucia Raspe


Isaak Wetzlars pietistisches Programm zur 'Reformation des Lebens' der aschkenasischen Juden im 18. Jahrhundert

Avi Siluk/Rebekka Voss


18:30 Uhr

Abendessen
danach geselliger Abend in der Denkbar

Sonntag, 19. Februar 2017


8:00 Uhr

Frühstück


9:30-12:30 Uhr

Moderation: Lucia Raspe


Jüdische Kultusbeamte und die Gottesdienstreform im
19. Jahrhundert

Das Beispiel Preußen

Andreas Brämer


Tradition oder Moderne?

Das Selbstbild der jüdisch-deutschen Orthodoxie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts

Valentina Munz


Kaffee/Tee


Schlussdiskussion


12:30 Uhr

Mittagessen
danach Ende der Tagung



Tagungsleitung


Rotraud Ries
Johanna-Stahl-Zentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken, Würzburg

Avi Siluk und Rebekka Voß
Seminar für Judaistik, Johann-Wolfgang-Goethe-Universität
Frankfurt a.M.

Petra Kurz
Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart



Zur Teilnahme


Tagungskosten

- inkl. Verpflegung und Übernachtung im EZ 137,00 EUR
- inkl. Verpflegung und Übernachtung im DZ 125,00 EUR
- ohne Übernachtung und Frühstück 67,00 EUR
Ermäßigt
- inkl. Verpflegung und Übernachtung im DZ 100,00 EUR
- ohne Übernachtung und Frühstück 52,00 EUR


Stipendium für Studierende/SchülerInnen

Wenn Sie als Studierende Interesse an einem Stipendium für diese Tagung haben, melden Sie sich bitte bei Petra Kurz (kurz@akademie-rs.de). Der Förderverein der Akademie kann die Kosten entsprechend seinen Möglichkeiten entweder anteilig oder vollständig übernehmen. (Rechtsweg ist ausgeschlossen)


Anmeldung und Rückfragen

Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
- Geschäftsstelle -
Assistenz: Kerstin Hopfensitz M.A.
Im Schellenkönig 61, 70184 Stuttgart
Tel: +49 711 1640 750 ; Fax: +49 711 1640 852
E-Mail: geschichte@akademie-rs.de

Die Anmeldung erbitten wir schriftlich (Anmeldekarte, Fax, E-Mail) spätestens bis zum 08.02.2017. Sie erhalten eine Anmeldebestätigung. Bitte kommen Sie nicht unangemeldet zur Tagung! Bei Rücktritt von der Anmeldung vom 09. - 16.02. (Eingangsdatum) stellen wir Ihnen die Hälfte der Tagungskosten in Rechnung, danach bzw. bei Fernbleiben die Gesamtkosten. Ersatz durch eine andere Person befreit von den Stornogebühren.


Tagungshaus und Anreise

Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
- Tagungszentrum Hohenheim -
Paracelsusstraße 91, 70599 Stuttgart
Tel: +49 711 451034 600; Fax: +49 711 451034 898

Ihre Anreise: www.akademie-rs.de/hohenheim-anreise


Weitere Informationen zum Forum www.forum-juedische-geschichte.de