23.04. bis 24.04.2008, Mi 10:00 Uhr, bis Do 16:00 Uhr, Stuttgart-Hohenheim
Gesellschaft gemeinsam gestalten
Islamische Vereinigungen als Partner in Baden-Württemberg
Was ermöglicht, was behindert die Zusammenarbeit von islamischen Vereinigungen, Kirchen und Kommunen? Welche neuen Prozesse können in den Bereichen Bildung, Soziales und interreligiöser Dialog angestoßen werden?
Abschlusstagung des gleichnamigen von der Robert-Bosch-Stiftung geförderten Projekts

Publikationen zur Veranstaltung

Hansjörg Schmid/Ayse Almila Akca/Klaus Barwig

Gesellschaft gemeinsam gestalten

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Gesellschaft gemeinsam gestalten -
Islamische Vereinigungen 
als Partner 
in Baden-Württemberg

Bilanz und Perspektiven eines Forschungsprojekts




23.-24. April 2008
Tagungszentrum Hohenheim






Gesellschaft gemeinsam gestalten

Islamische Vereinigungen als Partner in Baden-Württemberg

Im Rahmen des von der Robert Bosch Stiftung geförderten Projekts "Gesellschaft gemeinsam gestalten. Islamische Vereinigungen als Partner in Baden-Württemberg" wurden über zwei Jahre Erfahrungen aus Dialogen zwischen islamischen Vereinigungen, Kommunen und Kirchen auf lokaler Ebene analysiert. Was ermöglicht, was behindert die Zusammenarbeit? Auch wenn es Leuchttürme gelingender Zusammenarbeit gibt, kommt das Integrationspotential islamischer Vereinigungen erst in Ansätzen zur Geltung. Kommunikationsschwierigkeiten und fehlende Ansprechpartner erschweren die Kontaktaufnahme. Auch wenn die Interessen zwischen Christen und Muslimen am Dialog oft auseinander gehenm, können kirchliche Akteure teilweise eine wichtige Vermittlerrolle einnehmen. Die fast durchgehende Aufgeschlossenheit islamischer Vereinigungen für Dialog bietet Anknüpfungspunkte für Klärungen und konkrete Projekte.

Im ersten Teil der Tagung werden die Ergebnisse des Projekts vorgestellt, in ihre Zusammenhänge eingeordnet und grundsätzlich diskutiert. Im zweiten Teil der Tagung finden drei Podien statt mit Personen, die in der Regel als Interviewpartner am Projekt beteiligt waren. Während das erste Podium grundsätzlichen Fragen des Dialogs gewidmet ist, werden in den beiden weiteren Podien mit Bildungsfragen und sozialen Fragen zwei zentrale Felder möglicher Zusammenarbeit diskutiert. Im dritten Teil werden schließlich ausgehend von beispielhaften Erfahrungen Perspektiven hin zu einer größeren Beteiligung islamischer Vereinigungen am kommunalen Geschehen entwickelt.

Leiftragen der Tagung sind: Wie lassen sich Hindernisse im Dialog identifizieren und überwinden? Wie können auch islamische Vereinigungen einbezogen werden, die bislang nicht am Dialog beteiligt waren? Welche Erfahrungen der Zusammenarbeit zwischen islamischen Vereinigungen und sozialen Diensten bzw. Bildunsgeinrichtungen gibt es? Welche weiteren Möglichkeiten der Kooperation sind denkbar?

Wir laden Sie herzlich zu dieser Tagung ein!

Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Robert Bosch Stiftung



Mittwoch, 23. April 2008


11.00 Uhr

Eröffnung

Günther Oettinger, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg
Dr. Abraham P. Kustermann, Direktor der Akademie der Diözese Rottenburg Stuttgart
Dieter Berg, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch Stiftung


1. Teil: Die Untersuchungsergebnisse in der Diskussion


11.30 Uhr

Kontexte: Von der Ignoranz zur Anerkennung - Zum Umgang mit dem Einwanderungsphänomen Islam 

Prof. Dr. Michael Bommes, Universität Osnabrück


12.00 Uhr

Projektergebnisse: Einbindung oder Isolation? Wechselseitige Beziehungen zwischen islamischen Vereinigungen, Kommunen und Kirchen

Dr. Hansjörg Schmid, Akademie der Diözese Rottenburg Stuttgart
Ayse Almila Akca, Akademie der Diözese Rottenburg Stuttgart


12.30 Uhr

Mittagessen


14.00 Uhr

Wissenschaftliche Perspektive: Einsichten, Kritik, Konsequenzen - Zum Ertrag des Projekts 

Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan, Universität Potsdam


Perspektive der muslimischen Befragten: Übereinstimmung von Selbstwahrnehmung und Außensicht? Beobachtungen und Konsequenzen 

Jörg Imran Schröter M.A., Lehrer für Islamische Religionslehre in Freiburg und Wiss. Mitarbeiter an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe


15.00 Uhr

Diskussion


15.30 Uhr

Kaffeepause


2. Teil: Modellhafte lokale Beziehungsfelder 


16.00 Uhr

Podium I: Islamische Vereinigungen im Dialog mit Kommunen und Kirchen 

Bilal Dinçel, Sprecher des Vereins türkischer Arbeitnehmer in Schwäbisch Gmünd (DITIB) und Stadtrat 
Ismail Gündüz, Vorsitzender der Mevlana-Moschee in Walldorf (IGMG) 
Sevda Özkaya, Vorsitzende des alevitischen Kulturzentrums Mannheim
Pfarrer Gottfried Pohl, Paul-Gerhards-Kirche Friedrichshafen
Claus Preißler, Beauftragter für Migration und Integration der Stadt Mannheim 
Manfred Stehle, Geschäftsführer des Städtetags Baden-Württemberg


18.00 Uhr

Abendessen


19.15 Uhr

Podium II: Islamische Vereinigungen als Akteure und Partner in der Bildung

Dialog im Kontext von Schule, Moschee und Erwachsenenbildung

Emina Corbo-Mesic, Pädagogin und Lehrerin der deutschsprachigen Kindergruppe der Islamischen Gemeinschaft Stuttgart (VIGB)
Adalbert Kuhn, Leiter des katholischen Bildungswerkes Landkreis Esslingen
Heike Ruthig, Lehrerin an der Integrierten Gesamtschule Mannheim-Herzogenried

Yamina Tahiri, Mitglied in der unabhängigen muslimischen Frauengruppe in Freiburg
Hüseyin Tuncay, Öffentlichkeitsbeauftragter des Verbandes islamischer Kulturzentren in Friedrichshafen (VIKZ) (angefragt)


21.00 Uhr

offener Abend

Donnerstag, 24. April 2008


7.45 Uhr

Morgenmeditation

Bayram Tasdögen und Benjamin Boy, Christlich-Islamische Gesellschaft Stuttgart e.V.


8.00 Uhr

Frühstück


9.00 Uhr

Podium III: Islamische Vereinigungen als Akteure und Partner in sozialen Fragen

Zusammenarbeit im Kontext von Gesundheit, Altern und Beratung

Binnaz Altan, muslimische Vorsitzende der Gruppe "Muslimische und christliche Frauen im Dialog" und Frauengruppenleiterin der Yunus-Emre-Moschee in Reutlingen (DITIB) 
Prof. Dr. Walter Aulitzky, Hämatologie/Onkologie, Robert-Bosch-Krankenhaus, Stuttgart 
Ece Wendler, Jugendamt der Landeshauptstadt Stuttgart
Remziye Sahin, Mitglied des MigrantInnenbeirats Freiburg
Ramazan Altintas, Projekt "Clair" des Caritasverbandes Stuttgart


10.30 Uhr

Kaffeepause


3. Teil: Anschlussperspektiven und Anregung neuer Prozesse


11.00 Uhr

Islamische Vereinigungen in der Kommune - Erfahrungen, Perspektiven, Visionen

Dr. Rauf Ceylan, Dezernat "Integration" der Stadt Duisburg


anschließend Abschlussdiskussion


12.30 Uhr

Mittagessen und Ende



Tagungsleitung


Klaus Barwig
Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Dr. Olaf Hahn
Robert Bosch Stiftung, Stuttgart 
Dr. Hansjörg Schmid
Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart



Zur Teilnahme


Tagungskosten

Tagungspauschale (mit ÜN/Verpflegung): 
62,50 EUR (im EZ)
57,50 EUR (im DZ)
Tagungspauschale (ohne ÜN/Frühstück): 
34,50 EUR


Anmeldung und Rückfragen

Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
- Geschäftsstelle -
Referatsassistenz Anna Fröhlich-Hof M.A.
Im Schellenkönig 61, 70184 Stuttgart
Tel: +49 711 1640 722; Fax: +49 711 1640 822
E-Mail: froehlich-hof@akademie-rs.de

Die Anmeldung zur Tagung erbitten wir schriftlich (Anmeldekarte, Fax, E-Mail) spätestens bis zum 16.4.08. Eine Anmeldebestätigung erfolgt nicht. Die Anmeldung gilt als angenommen, wenn Sie nicht kurz nach Anmeldeschluss eine Absage erhalten. Bitte kommen Sie nicht unangemeldet zur Tagung! Bei Rücktritt von der Anmeldung vom 17.4. bis 21.4.08 (Eingangsdatum) stellen wir Ihnen EUR 30,- in Rechnung, danach bzw. bei Fernbleiben die Gesamtkosten. Ersatz durch eine andere Person befreit von den Stornogebühren.


Tagungshaus und Anreise

Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
- Tagungszentrum Hohenheim -
Paracelsusstraße 91, 70599 Stuttgart
Tel: +49 711 451034 600; Fax: +49 711 451034 898

Das Tagungszentrum liegt in der Nähe der Universität Hohenheim. Von Stuttgart Hbf aus erreichbar mit der Stadtbahn (U5, U6) bis Möhringen, von dort Stadtbahn (U3) bis Plieningen (Endstation). Bei Anreise mit der S-Bahn aus Richtung Süden kann schon in Stuttgart-Vaihingen in die U3 gewechselt werden. Von der Endstation sind es noch etwa 300 Meter - zunächst weiter in Fahrtrichtung, im Kreuzungsbereich (Kreisverkehr) die Hauptstraße überqueren, dann unmittelbar rechts in die Paracelsusstraße. AutofahrerInnen, die über die Autobahn A8 anreisen, verlassen die Autobahn bei der Ausfahrt "Flughafen" in Richtung Plieningen. Sie bleiben auf der Hauptstraße durch Plieningen bis zum Kreisverkehr an der "Wirtschaft Garbe" mit der Abzweigung "Universität Hohenheim". Dort scharf rechts in die Paracelsusstraße abbiegen. Vom Flughafen Stuttgart zum Tagungshaus benötigen Sie ca. 15 Auto-Minuten.