30.09. bis 01.10.2009, Mi 11:00 Uhr, bis Do 14:30 Uhr, Stuttgart-Hohenheim
Baden-württembergische Muslime - Perspektiven für die neue Generation
Erste landespolitische Tagung "Gesellschaft gemeinsam gestalten"
Die neue Generation von Muslimen ist in wachsender Zahl hier geboren und hat deutsche Staatsangehörigkeit. Welche Identitäten entstehen im Prozess der Beheimatung? Anhand von Jugendarbeit und islamischem Religionsunterricht geht es um Möglichkeiten der Kooperation von staatlichen, kirchlichen und muslimischen Einrichtungen.
In Zusammenarbeit mit der Robert Bosch Stiftung und der Landesregierung Baden-Württemberg

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Baden-württembergische Muslime - Perspektiven für die neue Generation

Erste landespolitische Tagung "Gesellschaft gemeinsam gestalten"




30. September - 1. Oktober 2009
Tagungszentrum Hohenheim









Baden-württembergische Muslime - Perspektiven für die neue Generation

Die Zukunft unseres Landes liegt in der Einbindung der nachwachsenden Generation, der Erschließung aller Talente. Über 600 000 Muslime leben in Baden-Württemberg. Im Bereich der Migrantenselbstorganisation übernehmen muslimische Vereinigungen über ihre religiösen Zwecke hinaus wichtige Aufgaben der Bildung und der sozialen Arbeit. Ziel der von Ministerpräsident Günther Oettinger angeregten und auf fünf Jahre angelegten Tagungsreihe, die an das Projekt "Gesellschaft gemeinsam gestalten - Islamische Vereinigungen als Partner in Baden-Württemberg" (Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart und Robert Bosch Stiftung) anknüpft, ist es, Fragen der Beheimatung von Muslimen und des Dialogs mit Kirchen und Kommunen in Baden-Württemberg zu thematisieren. Zielgruppen sind Vertreter islamischer Vereinigungen, muslimische Multiplikatoren, Lehrer und Schulleiter (v.a. Lehrkräfte des islamischen Religionsunterrichts an Schulen und Hochschulen), Elternvertreter, kommunale Integrationsbeauftragte und Mitarbeiter, kirchliche Mitarbeiter, Mitarbeiter sozialer Dienste, Mitarbeiter von Landesbehörden, Ehrenamtliche aus Dialog- und Integrationsarbeit.

In der ersten Tagung geht es um die "neue Generation" baden-württembergischer Muslime, die in wachsender Zahl hier geboren ist und deutsche Staatsangehörigkeit hat. Wer sind die jungen Muslime? Wie verläuft ihre Sozialisation? Was sind ihre Erwartungen, Pläne, Ängste? Was tut die Mehrheitsgesellschaft für sie? Welche Tendenzen von Reform, Radikalisierung und Säkularisierung zeigen sich? Welche Konsequenzen hat dies für die Zusammenarbeit? Welche Funktionen übernehmen islamische Vereine und Jugendgruppen? Aus der Praxis werden Beispiele von Kooperationsprojekten im Bereich der Jugendarbeit sowie Erfahrungen mit dem Schulversuch "Islamischer Religionsunterricht" vorgestellt und ausgewertet. Ziel ist es, Handlungsoptionen für Politik und Zivilgesellschaft auszuloten und nach bisher ungenutzten Potenzialen zu suchen.



Mittwoch, 30. September 2009


11.00 Uhr

Begrüßung und Einführung

Dr. Hansjörg Schmid, Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Dr. Olaf Hahn, Robert Bosch Stiftung


Erwartungen und Perspektiven aus muslimischer Sicht

Emina Corbo-Mesic, Koordinierungsrat des christlich-islamischen Dialogs/Islamische Gemeinschaft Stuttgart
Yavuz Kazanc, Landesverband der Islamischen Kulturzentren Baden-Württemberg


Gesellschaft gemeinsam gestalten - Baden-württembergische Muslime aus der Sicht der Landesregierung

Helmut Rau MdL, Minister für Kultus, Jugend und Sport, Baden-Württemberg


12.15 Uhr

Mittagessen (Büffet im Foyer)


13.45 Uhr

Einstiegsreferate: Junge Muslime - Veränderungen, Identitäten, Potenziale

1. Dr. Michael Kiefer (Universität Erfurt/Projekt "Gemeinwesen und Beratung", Düsseldorf)
Lebenswelten muslimischer Jugendlicher - eine Typologie von Identitätsentwürfen
2. Prof. Dr. Tarek Badawia (Pädagogische Hochschule Heidelberg/Universität Mainz)
Jugend ohne Lobby - Zur strukturellen Integration junger Muslime


15.30 Uhr

Kaffeepause


16.00 Uhr

Podium 1: Jugendarbeit - Integration, Kooperation, Innovation

Yalcin Akgün (DITIB Schorndorf), Jugendarbeit der Islamischen Gemeinde zu Schorndorf
Samira Ameziane (Al-Maghreb Kulturverein, Stuttgart), Projekt "Interkulturelle Öffnung und Qualifizierung der islamischen Gemeinden in Stuttgart"
Michael Cares (Amt für Evangelische Kinder- und Jugendarbeit, Karlsruhe), Projekt "Demokratie und Religion" mit der "Muslimischen Jugend in Deutschland"
Harun Eksin (VIKZ Herrenberg), Projekt "May-Day"

Hussein Hamdan M.A. (Tübingen), Jugendbegegnung im www
Seher Karasu (DITIB-Jugend Mannheim/Muslimische Jugend Deutschland), Mitarbeit im Stadtjugendring
Thomas Roos (Polizeirevier Reutlingen), Netzwerk "Hand in Hand - für die Zukunft unserer Kinder!" - Kooperation mit Moscheevereinen


18.00 Uhr

Abendessen


19.00 Uhr

Podium 2: Islamischer Religionsunterricht - Erfahrungen, Ergebnisse, Perspektiven

Schüler: Abdulkerim Kanik und Zeynep Sacakli (Johann-Peter-Hebel-GHS, Singen)
Lehrerin: Dunja el Missiri (Johann-Peter-Hebel-GHS, Singen/Pädagogische Hochschule Weingarten)
Elternvertreter: Herr Kanik (Johann-Peter-Hebel-GHS, Singen)
Schulleiterin: Evelyn Thielmann (Schwabschule, Stuttgart)
Dozent Lehrerausbildung: Prof. Dr. Peter Müller (Pädagogische Hochschule Karlsruhe)
Evaluation/Auswertung Schulversuch: Jörg Imran Schröter M.A. (Adolf-Reichwein-Schule, Freiburg/ Pädagogische Hochschule Karlsruhe)
kommunaler Integrationsbeauftragter: Ahmad Amini (Stadt Sindelfingen)


ab 21.00 Uhr

offener Abend

Donnerstag, 1. Oktober 2009


7.45 Uhr

Morgenmeditation


8.00 Uhr

Frühstück


9.00 Uhr

Zwischenbilanz: Junge Muslime in Jugendarbeit und Religionsunterricht - Rückblick, Ausblick, Handlungsmöglichkeiten

1. Prof. Dr. Havva Engin (Pädagogische Hochschule Karlsruhe/Fachhochschule Bielefeld)
2. Prof. Dr. Mathias Rohe (Universität Erlangen-Nürnberg)


10.30 Uhr

Kaffeepause


11.00 Uhr

Podium 3: Gesellschaft gemeinsam gestalten - Handlungsempfehlungen, Selbstverpflichtungen, Konkretionen

Aynur Gider, Islamwissenschaftlerin, DITIB-Landesverband Baden
Bilal Hodzic, Ulm, Imam, Islamische Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland (IGBD)
Muhittin Soylu, Ludwigsburg, Pressesprecher der Islamischen Glaubensgemeinschaft Baden-Württemberg (IGBW)
Sultan Braun, Integrationsbeauftragte der Stadt Reutlingen, Vorsitzende des Arbeitskreises "Kommunale Integrationsbeauftragte" des Städtetages Baden-Württemberg
Isabel Hoever, Vorstand des Landesjugendrings Baden-Württemberg/BDKJ-Landesreferentin
Dekan Günter Eitenmüller, Mannheim, Fachgruppe Islam der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Baden-Württemberg (ACK)

anschließend Diskussion


Schlusswort aus der Sicht der Landesregierung

Staatssekretär Hubert Wicker, Kirchenbeauftragter der Landesregierung


13.00 Uhr

Mittagessen und Tagungsende



Tagungsvorbereitung


Emina Corbo-Mesic, Koordinierungsrat des christlich-islamischen Dialogs/Islamische Gemeinschaft Stuttgart
Dr. Olaf Hahn, Robert Bosch Stiftung
Yavuz Kazanc, Landesverband der Islamischen Kulturzentren Baden-Württemberg
Dr. Hansjörg Schmid, Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Staatsministerium Badem-Württemberg
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg



Zur Teilnahme


Tagungskosten

Tagungspauschale (mit Übernachtung/Verpflegung):
62,50 EUR (im EZ), 57,50 EUR (im DZ)
Tagungspauschale (ohne Übernachtung/Frühstück)
34,50 EUR


Anmeldung und Rückfragen

Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
- Geschäftsstelle -
Referatsassistenz Anna Fröhlich-Hof M.A.
Im Schellenkönig 61, 70184 Stuttgart
Tel: +49 711 1640 722; Fax: +49 711 1640 822
E-Mail: froehlich-hof@akademie-rs.de

Anmeldung bis 23.9.2009. Bei Rücktritt von der Anmeldung vom 24.9. bis 28.9.2009 (Eingangsdatum) stellen wir EUR 30,- in Rechnung, danach bzw. bei Fernbleiben die Gesamtkosten. Ersatz durch eine andere Person befreit von den Stornogebühren. Wir empfehlen, von der Möglichkeit der Online-Anmeldung unter www.akademie-rs.de/veranstaltungen.html Gebrauch zu machen.


Tagungshaus und Anreise

Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
- Tagungszentrum Hohenheim -
Paracelsusstraße 91, 70599 Stuttgart
Tel: +49 711 451034 600; Fax: +49 711 451034 898

Das Tagungszentrum liegt in der Nähe der Universität Hohenheim. Von Stuttgart Hbf aus erreichbar mit der Stadtbahn (U5, U6) bis Möhringen, von dort Stadtbahn (U3) bis Plieningen (Endstation). Bei Anreise mit der S-Bahn aus Richtung Süden kann schon in Stuttgart-Vaihingen in die U3 gewechselt werden. Von der Endstation sind es noch etwa 300 Meter - zunächst weiter in Fahrtrichtung, im Kreuzungsbereich (Kreisverkehr) die Hauptstraße überqueren, dann unmittelbar rechts in die Paracelsusstraße. AutofahrerInnen, die über die Autobahn aus Richtung Ulm oder Karlsruhe anreisen, verlassen die Autobahn bei der Ausfahrt "Stuttgart-Hohenheim" in Richtung Plieningen (aus Richtung Karlsruhe Anreisende: 400 m nach dem Ortsschild "Stuttgart-Plieningen" scharf links in die Filderhauptstraße abbiegen). Sie bleiben auf der Filderhauptstraße durch Plieningen bis zum Kreisverkehr an der "Wirtschaft zur Garbe" mit der Abzweigung "Universität Hohenheim". Dort scharf rechts in die Paracelsusstraße abbiegen. Vom Flughafen Stuttgart zum Tagungszentrum benötigen Sie ca. 15 Auto-Minuten.