21.09.2011, Mi 09:00 Uhr, bis 17:00 Uhr, Stuttgart-Hohenheim
Schmerz und Schmerzbewältigung bei Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen
Bei Menschen mit Behinderungen werden Schmerzen häufig sehr spät wahrgenommen, fehlinterpretiert oder sogar ignoriert. Die Fachtagung widmet sich dem Thema Schmerz und Schmerzbewältigung und diskutiert die damit einhergehenden Fragen und Probleme interdisziplinär.
Fachtagung in Zusammenarbeit mit dem Landesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte Baden-Württemberg.

Downloads zur Veranstaltung

  • Dokumentation der Tagung vom Landesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderungen Baden-Württemberg e.V. (PDF)

Schmerz und Schmerzbewältigung bei Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen

 

21. September 2011
Stuttgart-Hohenheim

 

 

Landesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg e. V.

Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart

 

 

 

 

Bei Menschen mit schweren Behinderungen werden Schmerzen häufig nicht oder sehr spät wahrgenommen, fehl interpretiert, vielleicht sogar ignoriert - gerade dann wenn die Betroffenen sich nicht ausreichend ihrem Gegenüber verständlich machen können. Sie müssen - neben den körperlichen Schmerzen, die unmittelbar in Zusammenhang mit ihrer Behinderung stehen oder aber unabhängig davon auftreten (z.B. Zahnschmerzen) - viele und oft schmerzhafte medizinische Eingriffe über sich ergehen lassen. Sehr häufig werden bei Menschen mit Behinderungen auch die psychischen Schmerzen unterschätzt, die u. a. durch Ausgrenzung, mangelnde Kommunikation oder Verständnislosigkeit ausgelöst werden. Der Schmerz ist ein wichtiges Alarmsignal unseres Körpers. Er signalisiert uns, "Achtung, etwas stimmt nicht". Umso wichtiger ist es, rasch und richtig auf auftretende Schmerzen zu reagieren. Es geht darum, den individuellen Schmerz zu erkennen, ihn richtig zu deuten, um entsprechend gegensteuern zu können. Anliegen der Fachtagung ist die Vermittlung von Grundwissen zur Vielseitigkeit des Schmerzes. Vorgestellt werden medizinische Möglichkeiten, Schmerzen zu lindern. Thematisiert wird ferner der Zusammenhang zwischen Schmerz und Ernährung (z. B. über eine Sonde) und der Kommunikation. Der Körper und der Schmerz werden ebenso von der sonderpädagogischen Seite betrachtet und aus theologischer Sicht der Umgang mit Schmerz und Leid dargestellt.

An praktischen Beispielen werden in Arbeitsgruppen Einblicke in entlastende Hilfestellungen gegeben. Bei der Tagung kommen auch Eltern und Menschen mit Behinderungen zu Wort und schildern ihre ganz persönlichen Erfahrungen und Wahrnehmungen.

Eingeladen sind Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen, Mitarbeiter/innen und Fachkräfte aus der Behindertenhilfe sowie Vertreter/innen aus Politik und Verwaltung. Die Tagung will Mut machen und Wege aufzeigen, den besonderen Alltag soweit möglich schmerzfrei zu bewältigen.

 

Wir laden Sie herzlich ein!

Dr. Manfred W. Lallinger
Jutta Pagel-Steidl

 

 

 

Programm

 

09.15 Uhr

Anreise und Stehkaffee

 

09.55 Uhr

Begrüßung und Einführung

Dr. Manfred W. Lallinger
Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart

 

10.00 Uhr

Schmerz und Schmerzbewältigung bei Menschen mit Behinderungen - heilpädagogisch-psychologische Aspekte

Prof. Dr. Andreas Fröhlich, Kaiserlautern

 

10.30 Uhr

Umgang mit Schmerz und Leid aus theologischer Sicht

Timmo Hertneck, Stuttgart

 

11. 00 Uhr
Pause mit Kaffee und Tee

 

11.20 Uhr

Umgang mit Schmerz und Leid in der Familie

Ursula Weh, Sersheim

 

12.00 Uhr

Schmerz und Schmerztherapie bei Kindern mit Behinderungen aus medizinischer Sicht

Dr. Jörg Nirmayer, Stuttgart

 

12.40 Uhr

Einführung in die Foren am Nachmittag

 

12.50 Uhr

Mittagspause

 

14.00 Uhr

Foren - Praktische Hilfen für den Alltag

 

Forum 1:

Was ist in der Schmerztherapie durch Naturheilkunde möglich?

Rolf Heine, Filderstadt

 

Forum 2:

Ernährung und Schmerz: gibt es einen Zusammenhang?

Dr. Thomas Heigele, Stuttgart

 

Forum 3:

Basale Stimulation - individuelle Möglichkeiten zur Schmerzerfassung und Schmerzbewältigung

Beate Truckses, Ludwigsburg

 

Forum 4:

Vorbeugen und Lindern von Schmerzen in der Physiotherapie - bei Erwachsenen mit schwerer körperlicher Behinderung

Rolf Noergaard, Schömberg

 

Forum 5:

Schmerz und Kommunikation - Schmerzen mitteilen, aber wie?

Anja Göttsche, Bruchsal

 

15.45 Uhr

Pause mit Kaffee und Tee

 

16.00 Uhr

Schmerz bei Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen - wie geht es weiter?

Jutta Pagel-Steidl, Stuttgart

 

16.10 Uhr

Geht nicht, gibt’s nicht: mein steter Kampf gegen Barrieren im Kopf

Willi Rudolf, Mössingen

 

16.45 Uhr

Ende der Veranstaltung

 

 

 

Referentinnen und Referenten

 

Prof. Dr. Andreas Fröhlich
Langjährige Tätigkeit am Rehabilitationszentrum Westpfalz in Landstuhl, danach u.a. Professor für Geistigbehindertenpädagogik am Institut für Sonderpädagogik der Universität Koblenz-Landau

 

Anja Göttsche
Diplom-Pädagogin und Sprachtherapeutin bei der Reha Südwest gGmbh, Beratungsstelle für Unterstützte Kommunikation in Bruchsal

 

Dr. Thomas Heigele
Facharzt für Pädiatrie am Klinikum Stuttgart - Olgahospital, Zentrum der pädiatrischen Maxuimalversorgung der Stadt Stuttgart

 

Rolf Heine
Krankenpfleger, Vorstandsmitglied im Verband für Anthroposophische Pflege in Deutschland und im Dachverband Anthroposophische Medizin in Deutschland

 

Timmo Hertneck
Gemeindepfarrer in Stuttgart-Feuerbach

 

Dr. Jörg Nirmayer
Facharzt für Anästhesie am Klinikum Stuttgart - Olgahospital, Zentrum der pädiatrischen Maximalversorgung der Stadt Stuttgart. Derzeitige klinische Schwerpunkte: Kinderanästhesie und Kinderschmerztherapie

Rolf Noergaard
Physio- und Bobath-Lehrtherapeut an der Kinderklinik Schömberg

 

Willi Rudolf
Unternehmer und Vorsitzender des Landesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter Baden-Württemberg e.V.

 

Beate Truckses
Lehrerin für Pflegeberufe, Trainerin für Basale Stimulation am Klinikum Ludwigsburg-Bietigheim

 

Ursula Weh
Kinderkrankenschwester und Mutter eines behinderten und Anfang 2010 verstorbenen Kindes

 

 

 

Verantwortliche Leitung

 

Dr. Manfred W. Lallinger M.A.
Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart

 

Jutta Pagel-Steidl
Landesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte Baden-Württemberg e.V.

 

 

 

Zur Teilnahme

 

Tagungskosten

Tagungsbeitrag 25,00 EUR
inkl. Mittagessen und Kaffee/Tee

 

 

Anmeldung und Rückfragen

Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
- Geschäftsstelle -
Referats-Assistenz: Marion Gehrmann
Im Schellenkönig 61, 70184 Stuttgart,
Telefon +49 711 1640 727, Telefax +49 711 1640 827
E-Mail: gehrmann@akademie-rs.de

 

Die Anmeldung zur Tagung erbitten wir schriftlich (Anmeldekarte, Fax, E-Mail) spätestens bis zum 11.09.11. Die Anmeldung gilt als angenommen, wenn sie nicht kurz nach Anmeldeschluss eine Absage erhalten. Bitte kommen sie nicht unangemeldet zur Tagung! Bei Rücktritt von der Anmeldung vom 12. - 20.09.11 (Eingangsdatum) stellen wir Ihnen die Hälfte in Rechnung, danach bzw. bei Fernbleiben die Gesamtkosten. Ersatz durch eine andere Person befreit von den Stornogebühren.

 

 

Tagungszentrum und Anreise

 

Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
- Tagungszentrum Hohenheim -
Paracelsusstraße 91, 70599 Stuttgart
Telefon +49 711 451034 600, Telefax +49 711 451034 898

 

Das Tagungszentrum liegt in der Nähe der Universität Hohenheim. Von Stuttgart Hbf aus erreichbar mit der Stadtbahn (U5, U6) bis Möhringen, von dort Stadtbahn (U3) bis Plieningen (Endstation). Bei Anreise mit der S-Bahn aus Richtung Süden kann schon in Stuttgart-Vaihingen in die U3 gewechselt werden. Von der Stadtbahn-Endstation sind es noch etwa 300 Meter zu Fuß - zunächst weiter in Fahrtrichtung, im Kreuzungsbereich (Kreisverkehr) die Hauptstraße überqueren, dann nach wenigen Metern rechts ab in die Paracelsusstraße.

AutofahrerInnen, die über die Autobahn aus Richtung Ulm oder Karlsruhe anreisen, verlassen die Autobahn bei der Ausfahrt "Stuttgart-Hohenheim" in Richtung Plieningen (aus Richtung Karlsruhe Anreisende: 400 m nach dem Ortsschild "Stuttgart-Plieningen" scharf links in die Filderhauptstraße abbiegen). Sie bleiben auf der Filderhauptstraße durch Plieningen bis zum Kreisverkehr an der "Wirtschaft zur Garbe" mit der Abzweigung "Universität Hohenheim". Dort scharf rechts in die Paracelsusstraße abbiegen. Vom Flughafen Stuttgart zum Tagungszentrum benötigen Sie ca. 15 Auto-Minuten.

Das Tagungszentrum ist stufenlos (Rampe) zugänglich.
Ein Rollstuhlfahrer-WC ist vorhanden.