24.11. bis 25.11.2012, Sa 14:00 Uhr, bis So 12:30 Uhr, Stuttgart-Hohenheim
Offene Tagung
Welche Einheit der Kirche?
Der Stand der Ökumene im Vorfeld des Reformationsjubiläums
Die Frage nach der Einheit der Kirche ist die Grundfrage der Ökumene. Gerade darin aber sind sich die christlichen Kirchen uneins. Wie lässt sich der Gegensatz unterschiedlicher Einheitsvorstellungen überwinden? Und was bedeutet die im Glaubensbekenntnis bekannte Einheit der Kirche, die auch mit ihrer Katholizität und Apostolizität zusammenhängt?
In Zusammenarbeit mit dem Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn und dem Institut für Ökumenische Forschung in Straßburg

Downloads zur Veranstaltung

  • Prof. Dr. Theodor Dieter, Straßburg:
    Einheit der Kirche heute leben! Wie ist das möglich? (Tagungsbeitrag, Download)
  • PD Dr. theol. habil. Burkhard Neumann, Paderborn:
    Kircheneinheit ohne Luther? Die Bedeutung der Reformation für die römisch-katholische Kirche (Tagungsbeitrag, Download)
    Reformationsjubiläum 2017 – eine ökumenische Herausforderung? Ein Statement aus katholischer Sicht (Tagungsbeitrag, Download)

Welche Einheit der Kirche?

Der Stand der Ökumene im Vorfeld des Reformationsjubiläums

24.-25. November 2012
Tagungszentrum Hohenheim



Welche Einheit der Kirche?

Anfang September haben prominente Christen aus Politik, Sport und Kultur die Initiative "Ökumene jetzt - ein Gott, ein Glaube, eine Kirche" gestartet, die für ein Ende der Kirchenspaltung in der Wiederherstellung der institutionellen sichtbaren Einheit der Kirche wirbt. Anlässlich des 50. Jahrestags des Beginns des II. Vaticanums (Oktober 2012) sowie des 500. Jahrestags der Reformation (2017) wird daran erinnert, dass durch die Taufe alle Gläubigen "als Geschwister miteinander verbunden" sind und als "Volk Gottes und Leib Christi die eine Kirche" bilden. Es gehe nicht um "Versöhnung bei Fortbestehen der Trennung", sondern um "gelebte Einheit im Bewusstsein historisch gewachsener Vielfalt".
Dieser "aus der Mitte" kommende Aufruf stieß auf unterschiedliche Resonanz. Einerseits wurde begrüßt, dass die Ökumene wieder stärker in den Blick der Öffentlichkeit gerät, andererseits war man aber auch skeptisch, weil der Aufruf theologisch vage sei und ihm eine klare Zielvorstellung fehle. Den Initiatoren zufolge war diese mangelnde Konkretion allerdings gewollt, um einen offenen Prozess anzustoßen, der die verschiedenen Positionen im Verständnis von Abendmahl, Amt und Kirche in Bewegung bringt. Die gegenseitige Anerkennung als Kirchen sei zwar "notwendig, aber zu klein".
Auch nach Ansicht des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, ist dies zu wenig. Da vor allem theologische Gründe zur Kirchenspaltung geführt haben, sei ihre Überwindung "nicht ohne eine solide theologische Verständigung möglich". Vor Rückschritten in der Ökumene warnte in diesem Zusammenhang der frühere Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kardinal Walter Kasper. Die Suche nach der Einheit aller Christen sei verpflichtend und die Spaltung der Christenheit "ein Widerspruch zum Willen Jesu und ein Skandal vor der Welt". Dazu seien "die gemeinsamen Fundamente zu sichern, sie wach und lebendig zu halten".
Dies soll auf der Tagung mit theologischen Fachleuten der katholischen, lutherischen und orthodoxen Kirche geschehen, wozu alle ökumenisch Interessierten herzlich eingeladen sind.



Samstag, 24. November 2012


14.00 Uhr

Begrüßung und Einführung


14.15 Uhr

Reformationsjubiläum 2017 -
Eine ökumenische Herausforderung?

Statements der drei Referenten und Diskussion


15.30 Uhr

Kaffeepause


16.00 Uhr

Eins im Glauben der Apostel. Die Einheit der Kirche aus orthodoxer Sicht

Prof. Dr. Athanasios Vletsis, München


18.00 Uhr

Abendessen


19.00 Uhr

Ökumenische Vesper


20.00 Uhr

Kircheneinheit ohne Luther?

Die Bedeutung der Reformation für die römisch-katholische Kirche

PD Dr. Burkhard Neumann, Paderborn

Sonntag, 25. November 2012


7.15 Uhr

Katholische Eucharistiefeier


8.00 Uhr

Frühstück


9.15 Uhr

Einheit heute leben! Wie ist das möglich?

Prof. Dr. Theodor Dieter, Straßburg


10.30 Uhr

Kaffeepause


11.00 Uhr

Ökumene der Gaben

Podiumsdiskussion mit den drei Referenten


12.30 Uhr

Mittagessen/ Ende der Tagung



Referenten


Prof. Dr. Theodor Dieter, Straßburg

(*1951), Studium der Ev. Theologie und Philosophie in Heidelberg und Tübingen, 1980-1982: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, 1988-1994: Assistent am Institut für Christliche Gesellschaftslehre der Universität Tübingen, 1982-1985: Vikar der Württembergischen Landeskirche; 1991 Promotion ("Die philosophischen Thesen der ?Heidelberger Disputation Luthers und ihre Probationen"); seit 1994 Forschungsprofessor am Institut für Ökumenische Forschung in Straßburg (seit 1997 Direktor), 1998 Erteilung der Lehrbefugnis für das Fach Systematische Theologie durch die Ev.-theol. Fakultät der Universität Tübingen (Habilitationsschrift: "Der junge Luther und Aristoteles"); Mitglied in zahlreichen ökumenischen Gremien.


PD Dr. theol. habil. Burkhard Neumann, Paderborn

(*1961), Studium der Katholischen Theologie in Paderborn und Freiburg/ Schweiz und pastorale Ausbildung am Priesterseminar Paderborn, 1987 Priesterweihe; 1989-1996 Wissenschaftlicher Assistent am Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn; 1996 Promotion zum Doktor der Theologie; seit 2004 Direktor am Johann-Adam-Möhler-Institut in Paderborn; 2009 Habilitation im Fach Dogmatik und Ökumenische Theologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster.Mitglied in zahlreichen ökumenischen Gremien.


Prof. Dr. Athanasios Vletsis, München

(*1956), Studium der orthodoxen Theologie und der altgriechischen Philologie in Thessaloniki, 1980-84: Aufbaustudium an den Katholischen bzw. Evangelischen Theologischen Fakultäten der Universitäten Wien, Heidelberg und Tübingen, Promotion: "Ontologie des Sündenfalls bei Maximos Confessor", 1984-1996: Religionslehrer an verschiedenen Gymnasien in Griechenland und Deutschland; 1996-98: Dienst- und Lehrauftrag für Systematische Theologie an der Universität Thessaloniki, seit 1999 Professor für Systematische Theologie an der Ausbildungseinrichtung Orthodoxe Theologie der Ludwig-Maximilians Universität München; Mitglied in zahlreichen ökumenischen Gremien.



Tagungsleitung


Dr. Klaus W. Hälbig

Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart


Vorschau

4. bis 5. Mai, Sa 14:00 Uhr bis So 12.30 Uhr
Tagungszentrum Hohenheim
Beschneidung - wozu?
Biblische und spirituelle Aspekte eines religiösen Gebots
Das Kölner Gerichtsurteil vom 7. Mai 2012 zur Strafbarkeit der Beschneidung von Jungen hat in der Öffentlichkeit heftige Debatten ausgelöst. Im Konflikt stehen die Schutzpflicht des Staates vor Körperverletzung einerseits und die religiöse begründete Pflicht von Eltern zur Weitergabe ihrer Religion andererseits. Was aber bedeutet dieses grundlegende religiöse Gebot und Ritual in der Bibel überhaupt? Wie hängt es mit der ?Beschneidung des Herzens, wie mit dem christlichen Bundeszeichen der Taufe zusammen?



Zur Teilnahme


Tagungskosten

- inkl. Verpflegung und Übernachtung im EZ 99,00 EUR
- inkl. Verpflegung und Übernachtung im DZ 94,00 EUR
- ohne Übernachtung/Frühstück 69,00 EUR
- ermäßigt im DZ 69,00 EUR
- ermäßigt ohne Übernachtung/Frühstück 46,00 EUR


Anmeldung und Rückfragen

Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
- Geschäftsstelle -
Referatsassistenz: Susanne Bair
Im Schellenkönig 61, 70184 Stuttgart
Tel: +49 711 1640-726 ; Fax: +49 711 1640-826
E-Mail: bair@akademie-rs.de

Anmeldung bis spätestens 16. November. Sie erhalten eine Anmeldebestätigung. Bitte kommen Sie nicht unangemeldet zur Tagung! Bei Rücktritt von der Anmeldung bis 8 Tage vor Beginn fallen keine Stornogebühren an, ab 7 Tagen vor Tagungsbeginn (Eingangsdatum) stellen wir Ihnen den Tagungsbeitrag in Rechnung. Bei Rücktritt am Vortag der Veranstaltung oder danach werden die vollen Kosten fällig. Ersatz durch eine andere Person befreit von den Stornogebühren.


Tagungshaus und Anreise

Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
- Tagungszentrum Hohenheim -
Paracelsusstraße 91, 70599 Stuttgart
Tel: +49 711 451034 600; Fax: +49 711 451034 898

Von Stuttgart Hbf aus erreichbar mit der Stadtbahn (U5, U6) bis Möhringen, von dort Stadtbahn (U3) bis Plieningen (Endstation). Bei Anreise mit der S-Bahn aus Richtung Süden kann schon in Stuttgart-Vaihingen in die U3 gewechselt werden. Von der Endstation sind es etwa 300 Meter - zunächst weiter in Fahrtrichtung, im Kreuzungsbereich (Kreisverkehr) die Hauptstraße überqueren, dann unmittelbar rechts in die Paracelsusstraße. Über die Autobahn aus Richtung Ulm oder Karlsruhe, verlassen die Autobahn bei der Ausfahrt "Stuttgart-Hohenheim" in Richtung Plieningen (aus Richtung Karlsruhe Anreisende: 400 m nach dem Ortsschild "Stuttgart-Plieningen" scharf links in die Filderhauptstraße abbiegen). Weiter auf der Filderhauptstraße durch Plieningen bis zum Kreisverkehr an der "Wirtschaft zur Garbe" Richtung "Universität Hohenheim". Dort scharf rechts in die Paracelsusstraße abbiegen. Vom Flughafen Stuttgart zum Tagungszentrum benötigen Sie ca. 15 Auto-Minuten.