03.05.2013, Fr 09:00 Uhr, bis 17:00 Uhr, Stuttgart-Hohenheim
Zur Situation der Christen im Nahen Osten
Die demokratischen Aufbrüche in Nordafrika und Entwicklungen im Nahen Osten haben eines gemeinsam: Die Zukunftsperspektiven der christlichen Minderheiten in den mehrheitlich islamisch geprägten Gesellschaften werden von den Betroffenen zunehmend als ungewiss empfunden. Gefragt wird nicht zuletzt auch nach der Verantwortung des Westens.
In Zusammenarbeit mit dem Internationalen Katholischen Missionswerk e.V. (missio)

Publikationen zur Veranstaltung

Hrsg.: Klaus Barwig/Christoph Marcinkowski/Klaus Vellguth

Die Situation der Christen im Nahen Osten

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Downloads zur Veranstaltung

Die Fachkonferenz ist als Ganzes publiziert in der Reihe Menschenrechte von missio:

  • Klaus Barwig, Christoph Marcinkowsky, Klaus Vellguth (Hrsg.): Die Situation der Christen im Nahen Osten – Fachkonferenz im Tagungszentrum Stuttgart-Hohenheim, 3. Mai 2013, (=Menschenrechte; 55), Aachen 2014, ISSN 1618-6222. (Download)
  • Jörg Armbruster: "Ihr tut nichts für uns". Die Enttäuschung der Syrer im Rebellengebiet (Tagungsbeitrag, Download)
  • Martin Beck: Über Islam(ismus) und Demokratie im Lichte des Arabischen Frühlings (Tagungsbeitrag, Download)
  • Bischof Dr. Gebhard Fürst: Begrüßung zur Tagung "Zur Situation der Christen im Nahen Osten (Tagungsbeitrag, Download)
  • Martin Gehlen: Demokratische Aubrüche und die Rolle der Religion (Tagungsbeitrag, Download)
  • Klaus Krämer: Begrüßung (Tagungsbeitrag, Download)
  • Ghazi Musharbash: Demokratische Aufbrüche und die Situation der Christen in Nahost (Tagungsbeitrag, Download)
  • Podiumsdiskussion "Die Verantwortung Westeuropas für die Christen im Nahen Osten" mit Gebhard Fürst, Klaus Krämer, Volker Kauder, Hartfrid Wolff, Günter Gloser, Mürvet Öztürk, Moderation: Klaus Barwig (Tagungsbeitrag, Download)  
  • Inga Rogg: Bis der Letzte gegangen ist. Der Exodus der Christen aus dem Irak (Tagungsbeitrag, Download)
  • Samir Khalil Samir SJ: Zur Situation der Christen im Nahen Osten – bleiben oder gehen? (Tagungsbeitrag, Download)

Zur Situation der Christen im Nahen Osten

Fachkonferenz in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Katholischen Missionswerk missio

3. Mai 2013
Tagungszentrum Hohenheim



Zur Situation der Christen im Nahen Osten

Die demokratischen Aufbrüche in Nordafrika und die Entwicklungen im Nahen Osten haben eines gemeinsam: Die Zukunftsperspektiven der christlichen Minderheiten in den mehrheitlich islamisch geprägten Gesellschaften werden von den Betroffenen zunehmend als ungewiss empfunden, ihre Rolle und Stellung verändern sich. Dies fördert die Tendenz, dass immer mehr Christen die Region verlassen. In manchen Ländern des Nahen Ostens bzw. Nordafrikas wird inzwischen der Begriff des Exodus verwendet.
Kirchenvertreter aus der Region appellieren angesichts der Entwicklungen an die Politiker und Kirchen in den Ländern Europas und den USA, die Transformationsprozesse kritisch zu begleiten und dabei insbesondere darauf zu drängen, dass dem Menschenrecht auf Religionsfreiheit in den Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas die ihm zukommende Bedeutung beigemessen wird. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass Christen auch weiterhin in der Region leben können. Darüber hinaus muss ein gesellschaftliches Klima der Toleranz gefördert werden, damit religiöse Minderheiten vor jeder Diskriminierung geschützt werden.
Die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart geht im Rahmen einer international besetzten Fachtagung in Kooperation mit dem Internationalen Katholischen Missionswerk missio der Frage nach, wie sich die Situation der Christen im Nahen Osten aktuell darstellt und wie sie sich angesichts der gravierenden gesellschaftlichen Transformationsprozesse verändert.
Dabei zeigt die aktuelle Diskussion um die Kontingentaufnahme von Flüchtlingen, dass Politik und Gesellschaft auch in Deutschland herausgefordert sind, Verantwortung wahrzunehmen und sowohl die Umbrüche in den Ländern der arabischen Welt kritisch zu begleiten als auch auf humanitäre Notsituationen zu reagieren.
Neben der Krisenintervention gilt es dabei mittelfristig, Strategien zu entwickeln, um den Exodus der Christen aus den betroffenen Regionen zu verhindern und ihnen eine sichere Bleibeperspektive in ihren angestammten Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas zu ermöglichen.



Freitag, 3. Mai 2013


9:00 Uhr

Begrüßung

Bischof Dr. Gebhard Fürst, Diözese Rottenburg-Stuttgart
Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident missio Aachen


9:15 Uhr

Demokratische Aufbrüche und die Rolle der Religion

Dr. Martin Gehlen, Der Tagesspiegel/SüdwestPresse, Kairo


10:00 Uhr

Demokratische Aufbrüche und die Situation der Christen

Inga Rogg, Neue Zürcher Zeitung
Ghazi Musharbash, Direktor der Theodor-Schneller-Schule, Amman


11:00 Uhr

Kaffee


11:15 Uhr

Demokratische Aufbrüche und Islam

Prof. Dr. Martin Beck, Universität Odense (Dänemark)
Prof. Dr. Omar Kamil, Heidelberg
Moderation: PD Dr. Hansjörg Schmid, Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart


12:15 Uhr

Mittagessen


13:15 - 15:15 Uhr

Zur Zukunft der Christen im Nahen Osten -
bleiben oder gehen?

P. Max Cappabianca, Kongregation für die Ostkirchen, Vatikan
Prof. Dr. Samir Khalil Samir SJ, Beirut


15:15 Uhr

Kaffee


15:30 - 17:00 Uhr

Die Verantwortung Westeuropas für die Christen im Nahen Osten

Bischof Dr. Gebhard Fürst, Diözese Rottenburg-Stuttgart
Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident von missio Aachen
Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestags-
fraktion
Hartfrid Wolff, FDP-Fraktionsvorstand
Günter Gloser, Staatsminister für Europa a.D.,
SPD-Bundestagsfraktion
Mürvet Öztürk MdL, Bündnis 90/Die Grünen


17:00 Uhr

Tagungsende



Tagungsleitung


Klaus Barwig
Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Prof. Dr. mult. Klaus Vellguth
Internationales Katholisches Missionswerk missio, Aachen



Zur Teilnahme


Tagungskosten

50,00 EUR (incl. Mittagessen und Pausenkaffee/-tee)
Bitte geben Sie Bescheid, falls Sie eine Vorab-
übernachtung vom 2. auf den 3. Mai benötigen
(Einzelzimmer/Frühstück 30.- EUR).
Fahrtkosten über 200 km (DB 2. Klasse) werden auf Antrag erstattet


Anmeldung und Rückfragen

Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
- Geschäftsstelle -
Referatsassistenz: Sabine Ilfrich
Im Schellenkönig 61, 70184 Stuttgart
Tel: +49 711 1640-721 ; Fax: +49 711 1640-821
E-Mail: ilfrich@akademie-rs.de

Die Anmeldung zur Tagung erbitten wir schriftlich (Anmeldeformular, Fax, E-Mail) spätestens bis zum 22. April. Sie erhalten eine Anmeldebestätigung. Bitte kommen Sie nicht unangemeldet zur Tagung!


Tagungshaus und Anreise

Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
- Tagungszentrum Hohenheim -
Paracelsusstraße 91, 70599 Stuttgart
Tel: +49 711 451034 600; Fax: +49 711 451034 898

Das Tagungszentrum liegt in der Nähe der Universität Hohenheim. Von Stuttgart Hbf aus erreichbar mit der Stadtbahn (U5, U6) bis Möhringen, von dort Stadtbahn (U3) bis Plieningen (Endstation). Bei Anreise mit der S-Bahn aus Richtung Süden kann schon in Stuttgart-Vaihingen in die U3 gewechselt werden. Von der Endstation sind es noch etwa 300 Meter - zunächst weiter in Fahrtrichtung, im Kreuzungsbereich (Kreisverkehr) die Hauptstraße überqueren, dann unmittelbar rechts in die Paracelsusstraße. AutofahrerInnen, die über die Autobahn aus Richtung Ulm oder Karlsruhe anreisen, verlassen die Autobahn bei der Ausfahrt "Stuttgart-Hohenheim" in Richtung Plieningen (aus Richtung Karlsruhe Anreisende: 400 m nach dem Ortsschild "Stuttgart-Plieningen" scharf links in die Filderhauptstraße abbiegen). Sie bleiben auf der Filderhauptstraße durch Plieningen bis zum Kreisverkehr an der "Wirtschaft zur Garbe" mit der Abzweigung "Universität Hohenheim". Dort scharf rechts in die Paracelsusstraße abbiegen. Vom Flughafen Stuttgart zum Tagungszentrum benötigen Sie ca. 15 Auto-Minuten.