16.03. bis 17.03.2013, Sa 14:00 Uhr, bis So 12:30 Uhr, Stuttgart-Hohenheim
Das Ärgernis des Kreuzes
Die christliche Osterbotschaft in interreligiösen und säkularen Kontexten
Biblische Deutungen, jüdische und muslimische Anfragen sowie juristische Überlegungen zur Stellung religiöser Symbole in der Öffentlichkeit sollen einen neuen Blick auf das Kreuz als Spezifikum des christlichen Glaubens ermöglichen.
In Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Führungskräfte der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Downloads zur Veranstaltung

  • Nils Ederberg: Der Kreuzestod Jesu aus jüdischer Sicht. Thesenpapier (Tagungsbeitrag, Download)
  • Ahmad Milad Karimi: Jesus uns sein Tod am Kreuz. Gedanken zu einer koranischen Aporie (Tagungsbeitrag, Download)
  • Thomas Schmeller: "Wir verkündigen Christus als den Gekreuzigten" (1Kor 1,23). Die paulinische Kreuzestheologie in ihrem jüdischen und griechisch-römischen Kontext (Powerpoint-Präsentation, Download)
  • Reiner Tillmanns: Platz für das Kreuz im öffentlichen Raum? Reflexionen aus rechtswissenschaftlicher Sicht (Tagungsbeitrag, Download)

Copyright: © pmphoto - Fotolia.com
</p>
<p>

Das Ärgernis des Kreuzes

Die christliche Osterbotschaft in interreligiösen und säkularen Kontexten

16.-17. März 2013
Tagungszentrum Hohenheim



Das Ärgernis des Kreuzes

Die christliche Osterbotschaft in interreligiösen und säkularen Kontexten

Die Botschaft vom gekreuzigten und auferstandenen Jesus steht im Zentrum des christlichen Glaubens. Sie wird im Neuen Testament im Rückgriff auf alttestamentliche Texte und zeitgenössische Vorstellungen in vielfältiger Form bezeugt. Paulus bringt in seinem Brief an die zerstrittene Gemeinde in Korinth zum Ausdruck, dass das Kreuz für viele Stein des Anstoßes ist: "Denn die Juden fordern Zeichen, und die Griechen fragen nach Weisheit, wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit; denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit." (1Kor 1,22-24)

Das Kreuz wurde zu einem kulturprägenden Symbol. Angesichts von Entkirchlichung und Pluralisierung steht es heute jedoch in einem neuen Diskussionskontext: Juden stellen wie schon vor zweitausend Jahren kritische Anfragen an das Kreuz. Muslime betrachten Jesus als Propheten, nicht aber als Heilsmittler und Sohn Gottes. Religionskritiker sehen in religiösen Symbolen Relikte vormoderner Epochen. Immer mehr Menschen befürworten daher, dass der öffentliche Raum möglichst neutral und frei von religiösen Symbolen gehalten werden soll. Andere sehen eine Möglichkeit in einem dialogischen Miteinander der Religionen.

Angesichts dieser Ausgangssituation soll die christliche Osterbotschaft neu zur Sprache kommen: anhand aktueller Forschungen zur paulinischen Kreuzestheologie, durch jüdische Anfragen, anhand von Spiegelungen in Texten des Korans und mit juristischen Überlegungen zur Stellung religiöser Symbole in der Öffentlichkeit. Die Auseinandersetzung mit Texten aus den drei Religionen und die Begegnung mit Referenten aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen sollen zur existentiellen wie theologischen Auseinandersetzung mit der Osterbotschaft anregen.



Samstag, 16. März 2013


13.30 Uhr

Kaffee/Tee zur Begrüßung


14.00 Uhr

Einführung

PD Dr. Hansjörg Schmid
Dr. Franz Brendle


14.15 Uhr

"Wir verkündigen Christus als den Gekreuzigten" (1Kor 1,23)
Die paulinische Kreuzestheologie in ihrem jüdischen und griechisch-römischen Kontext

Prof. Dr. Thomas Schmeller, Universität Frankfurt
(Vortrag, Textarbeit und Diskussion)


16.00 Uhr

Kaffeepause


16.30 Uhr

Jesus und sein Tod am Kreuz
Gedanken zu einer koranischen Aporie

Prof. Dr. Milad Karimi, Universität Münster
(Vortrag, Textarbeit und Diskussion)


18.30 Uhr

Gottesdienst mit Musik


19.15 Uhr

Abendessen

anschließend offener Abend

Sonntag, 17. März 2013


7.45 Uhr

Morgenlob


8.00 Uhr

Frühstück


9.00 Uhr

Der Kreuzestod Jesu aus jüdischer Sicht
Vor zweitausend Jahren und heute

Nils Ederberg M.A., Abraham-Geiger-Kolleg/Universität Potsdam
(Vortrag, Textarbeit und Diskussion)


10.30 Uhr

Kaffeepause


11.00 Uhr

Platz für das Kreuz im öffentlichen Raum?
Reflexionen aus rechtswissenschaftlicher Sicht

Prof. Dr. Reiner Tillmanns, Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen
(Vortrag und Diskussion mit Statements von Nils Ederberg M.A. und Prof. Dr. Milad Karimi)


12.30 Uhr

Mittagessen und Ende der Tagung



ReferentInnen


Nils Ederberg M.A.

hat Judaistik in Tübingen, Jerusalem, Heidelberg und Berlin studiert, ist zur Zeit Rabbinatsstudent am Abraham-Geiger-Kolleg in Potsdam (mit Gemeindepraktikum, Religionsunterricht, Seelsorge, Gottesdienstleitung) und aktiv in der jüdischen Gemeinde Berlin, Autor von "Durch das jüdische Jahr 5773 2012/2013" (Jüdische Verlagsanstalt Berlin).


Prof. Dr. Milad Karimi

lehrt islamische systematische Theologie, Philosophie und Mystik am neu gegründeten Zentrum für Islamische Theologie der Universität Münster, er versteht den Koran als Liebeserklärung Gottes an die Menschen und hat ihn in einer ästhetisch ansprechenden Sprachgestalt neu ins Deutsche übersetzt (Herder-Verlag 2009).


Prof. Dr. Thomas Schmeller

lehrt Neues Testament an der Universität Frankfurt, ist auch Dekan des Fachbereichs Katholische Theologie und stellvertretender Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des Katholischen Bibelwerks, forscht zur Sozialgeschichte des frühen Christentums und zu Paulus (Der zweite Brief an die Korinther, Neukirchen-Vluyn 2010).


Prof. Dr. Reiner Tillmanns

lehrt an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen und an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Köln, Veröffentlichungen u.a. zu Staatskirchenrecht, Religionsfreiheit und religiösen Symbolen in der öffentlichen Schule, Mitautor des Bandes "Der Islam im öffentlichen Recht des säkularen Verfassungsstaates" (Berlin 2008).



Tagungsleitung


Dr. Franz Brendle

Fachbereich Führungskräfte der
Diözese Rottenburg-Stuttgart


PD Dr. Hansjörg Schmid

Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart



Zur Teilnahme


Tagungskosten

Tagungspauschale (inkl. Übernachtung, Verpflegung, Pausenkaffees) 99,00 EUR im EZ; 94,00 EUR im DZ
ermäßigte Tagungspauschale (im DZ)* 66,00 EUR
Tagungspauschale (ohne Übernachtung/Frühstück, nur Verpflegung und Pausenkaffees) 69,00 EUR
ermäßigte Tagungspauschale (ohne Übernachtung/Frühstück)* 43,00 EUR
*Auszubildende, Studierende bis 30 Jahre, Arbeitslose


Anmeldung und Rückfragen

Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
- Geschäftsstelle -
Im Schellenkönig 61, 70184 Stuttgart
Referatsassistenz: Anna Fröhlich-Hof M.A.,
Tel: +49 711 1640 722; Fax: +49 711 1640 822,
E-Mail: froehlich-hof@akademie-rs.de
Anmeldung bis 7. März 2013. Bei Rücktritt von der Anmeldung vom 8. bis 14. März 2013 (Eingangsdatum) stellen wir EUR 30,- in Rechnung, danach bzw. bei Fernbleiben die Gesamtkosten. Ersatz durch eine andere Person befreit von den Stornogebühren. Online-Anmeldung unter: www.akademie-rs.de/veranstaltungen.html


Tagungshaus und Anreise

Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
- Tagungszentrum Hohenheim -
Paracelsusstraße 91, 70599 Stuttgart
Tel: +49 711 451034 600; Fax: +49 711 451034 898

Das Tagungszentrum liegt in der Nähe der Universität Hohenheim. Von Stuttgart Hbf aus erreichbar mit der Stadtbahn (U5, U6) bis Möhringen, von dort Stadtbahn (U3) bis Plieningen (Endstation). Bei Anreise mit der S-Bahn aus Richtung Süden kann schon in Stuttgart-Vaihingen in die U3 gewechselt werden. Von der Endstation sind es noch etwa 300 Meter - zunächst weiter in Fahrtrichtung, im Kreuzungsbereich (Kreisverkehr) die Hauptstraße überqueren, dann unmittelbar rechts in die Paracelsusstraße. Anreisende aus Richtung Ulm oder Karlsruhe verlassen die Autobahn bei der Ausfahrt "Stutt-gart-Hohenheim" in Richtung Plieningen (aus Richtung Karlsruhe Anreisende: 400 m nach dem Ortsschild "Stuttgart-Plieningen" scharf links in die Filderhauptstraße ab-biegen). Sie bleiben auf der Filderhauptstraße durch Plieningen bis zum Kreisverkehr an der "Wirtschaft zur Garbe" mit der Abzweigung "Universität Hohenheim". Dort scharf rechts in die Paracelsusstraße abbiegen.