15.01. bis 16.01.2013, Di 12:30 Uhr, bis Mi 14:00 Uhr, Stuttgart-Hohenheim
Wissenschaftliche Studientagung
Junge Muslime in Deutschland
Lebensweisen, Aktivitäten, Möglichkeiten der Zusammenarbeit
Junge Muslime prägen verschiedene Jugendkulturen und sind unterschiedlich stark religiös. Wie engagieren und organisieren sie sich in Deutschland? Welche Erfahrungen wurden in bisherigen Dialogprojekten gemacht?
In Zusammenarbeit mit der Robert Bosch Stiftung

Publikationen zur Veranstaltung

Hrsg.: Hussein Hamdan/Hansjörg Schmid

Junge Muslime als Partner

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Downloads zur Veranstaltung

  • Jürgen Endres: Am Rande oder mittendrin? Muslimische Jugendgruppen in der Schweiz (Powerpoint-Präsentation, Download)
  • Maruta Herding: Islamische Jugendkultur in Deutschland (Powerpoint-Präsentation, Download)
  • Birgit Jagusch: Strukturen der Jugendarbeit in Deutschland – Praxen der Anerkennung (Powerpoint-Präsentation, Download)
  • Claudia Lübcke: Stand der Jugendorschung mit dem Fokus auf junge Muslime (Powerpoint-Präsentation, Download)
  • Götz Nordbruch: Facetten der Religiosität junger Muslime in Deutschland (Powerpoint-Präsentation, Download)
  • Jörn Thielmann: Radikalität unter Jugendlichen: Der Einfluß der Salafisten (Powerpoint-Präsentation, Download)

Junge Muslime
in Deutschland

Lebensweisen, Aktivitäten,
Möglichkeiten der Zusammenarbeit

15./16. Januar 2013
Tagungszentrum Hohenheim



Gesellschaft gemeinsam gestalten - Junge Muslime in Deutschland

Die muslimische Bevölkerung ist im Vergleich zur Gesamtbevölkerung sehr jung. Insgesamt sind 40 % der etwa vier Millionen hierzulande lebenden Muslime unter 25 Jahre alt. Die große Mehrheit junger Muslime sucht nach einer dauerhaften Perspektive in Deutschland. Bei ihrer Identitätssuche sind sie oft mit Erwartungen und traditionellen Regeln ihrer Familien und dem Herkunftsmilieu konfrontiert. Zugleich leben sie im Alltag unter den Einflüssen der deutschen Gesellschaft. In diesem doppelten Bezugsfeld stehen auch Bildungsangebote und soziale Aktivitäten islamischer Vereinigungen.

Im Zuge der Integrationsdebatte haben sich auch verschiedene wissenschaftliche Disziplinen verstärkt der Erforschung junger Muslime angenommen. So gibt es Versuche, verschiedene Typen von muslimischen Jugendkulturen zu definieren. Besonders auffallend ist der deutliche Anstieg der Religiosität bei jungen Muslimen. Der 11. September wird hierbei als entscheidender Wendepunkt ausgemacht, da sich Muslime im Allgemeinen seitdem einem Rechfertigungsdruck ausgesetzt fühlen. In diesem Zusammenhang steigt der Einfluss radikaler Strömungen auf junge Muslime, was auch islamische Verbände und Gemeinden selbst vor Probleme stellt.

Islamische "Jugendarbeit" existiert vorwiegend unter dem Dach der Erwachsenenverbände und ist nur selten in allgemeine Strukturen der Jugendhilfe eingebunden. Derzeit entstehen jedoch eigenständige islamische Jugendverbände und Zusammenschlüsse junger Muslime, die aber aufgrund der mehrheitlich ehrenamtlichen Strukturen nur begrenzte Möglichkeiten haben. Für viele Kommunen, Jugendringe und andere Einrichtungen stellt sich die Frage, wie sie mit islamischen Organisationen in Kontakt treten können. Für muslimische Akteure sind die Strukturen und Zuständigkeiten der Jugendhilfe oft unübersichtlich.

All diese Aspekte sind Gegenstand der Fachtagung, die sich an Fachleute der interkulturellen (Jugend-)Arbeit, Vertreter von Jugendverbänden, islamische Verantwortliche der Jugendarbeit sowie Mitarbeiter von Jugendämtern und Jugendringen sowie der Integrations- und Dialogarbeit richtet.



Dienstag, 15. Januar 2013


12.30 Uhr

Mittagessen


13.30 Uhr

Begrüßung und Einführung

Dr. Hansjörg Schmid, Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Ottilie Bälz, Robert Bosch Stiftung, Stuttgart


Grußwort

Dr. Michael Blume, Staatministerium Baden-Württemberg, Stuttgart


14.00 Uhr

Stand der Jugendforschung mit Fokus auf junge Muslime

Dipl.-Päd. Claudia Lübcke, Institut für allgemeine Pädagogik und Sozialpädagogik, Universität Rostock


Muslimische Jugendkulturen in Deutschland

Dr. Maruta Herding, Deutsches Jugendinstitut e.V., Halle


15.45 Uhr

Kaffeepause


16.15 Uhr

Zur Bedeutung der Religiosität unter jungen Muslimen

Dr. Götz Nordbruch, ufuq.de, Berlin


Radikalität unter Jugendlichen: Der Einfluss von Salafiten

Dr. Jörn Thielmann, Erlanger Zentrum für Islam und Recht in Europa, Universität Erlangen


18.00 Uhr

Abendessen


19.30 Uhr

Podium I: Jugendarbeit islamischer Organisationen - kommunale Beispiele

Mustafa Acar, Landesverband Islamischer Kulturzentren, Mühlacker
Mariam Ahmad, Ahmadiyya Muslim Jaamat, Stuttgart
Ayten Bulut, Muslimische Jugend in Deutschland, Berlin
Fatih Kara, IGMG, Stuttgart
Moderation: Florian Volm B.A., Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart


21.00 Uhr

Offener Abend

Mittwoch, 16. Januar 2013


7.45 Uhr

Christlich-islamische Morgenmeditation


8.00 Uhr

Frühstück


9.00 Uhr

Am Rande oder mittendrin? Muslimische Jugendgruppen in der Schweiz

Dr. Jürgen Endres, Religionswissenschaftliches Seminar, Universität Luzern


Strukturen der Jugendarbeit in Deutschland - Praxen der Anerkennung

Dr. Birgit Jagusch, Institut für Sozialpädagogische Forschung, Mainz


11.00 Uhr

Kaffeepause


11.15 Uhr

Podium II: Öffnung von Jugendringen - Einbindung von islamischen Organisationen

Serpil Aygün-Zorlu, Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland e.V.
Martin Burger, Landesjugendring Baden-Württemberg, Stuttgart
Ali Ipek, DITIB Landesverband Württemberg, Stuttgart
Ariane Graske, Stadtjugendring Mannheim e.V.
Rainer Mayerhoffer, Stadtjugendring Stuttgart
Moderation: Hannes Schammann, Robert Bosch Stiftung


12.45 Uhr

Zusammenfassender Rückblick auf die Tagung und Ausblick


13.00 Uhr

Mittagessen



Tagungsleitung


Hannes Schammann, Robert Bosch Stiftung, Stuttgart


Dr. Hansjörg Schmid, Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart


Hussein Hamdan M.A., Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart



Zur Teilnahme


Tagungskosten

Tagungspauschale (mit Übernachtung/Verpflegung): 65,00 EUR (im EZ), 60,00 EUR (im DZ)
Tagungspauschale (ohne Übernachtung/Frühstück)
35,00 EUR
Eine Förderung aus Mitteln der Bundeszentrale für politische Bildung ist über die Arbeitsgemeinschaft Katholisch-Sozialer Bildungswerke (AKSB) beantragt.


Anmeldung und Rückfragen

Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
- Geschäftsstelle -
Projektassistenz: Martina Weishaupt
Im Schellenkönig 61, 70184 Stuttgart
Tel: +49 711 1640 729; Fax: +49 711 1640 829
E-Mail: weishaupt@akademie-rs.de

Die Anmeldung erbitten wir schriftlich (per E-Mail) spätestens bis 05.01.2013. Bei Rücktritt von der Anmeldung zwischen 05.01. und 14.01.2013 (Eingangsdatum) stellen wir Ihnen 20 EUR in Rechnung, danach bzw. bei Fernbleiben die Gesamtkosten.


Tagungshaus und Anreise

Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
- Tagungszentrum Hohenheim -
Paracelsusstraße 91, 70599 Stuttgart
Tel: +49 711 451034 600; Fax: +49 711 451034 898

Das Tagungszentrum liegt in der Nähe der Universität Hohenheim. Von Stuttgart Hbf aus erreichbar mit der Stadtbahn (U5, U6) bis Möhringen, von dort Stadtbahn (U3) bis Plieningen (Endstation). Bei Anreise mit der S-Bahn aus Richtung Süden kann schon in Stuttgart-Vaihingen in die U3 gewechselt werden. Von der Endstation sind es noch etwa 300 Meter - zunächst weiter in Fahrtrichtung, im Kreuzungsbereich (Kreisverkehr) die Hauptstraße überqueren, dann unmittelbar rechts in die Paracelsusstraße. AutofahrerInnen, die über die Autobahn aus Richtung Ulm oder Karlsruhe anreisen, verlassen die Autobahn bei der Ausfahrt "Stuttgart-Hohenheim" in Rich-tung Plieningen (aus Richtung Karlsruhe Anreisende: 400 m nach dem Ortsschild "Stuttgart-Plieningen" scharf links in die Filderhauptstraße abbiegen). Sie bleiben auf der Filderhauptstraße durch Plieningen bis zum Kreisverkehr an der "Wirtschaft zur Garbe" mit der Abzweigung "Universität Hohenheim". Dort scharf rechts in die Paracelsusstraße abbiegen. Vom Flughafen Stuttgart zum Tagungszentrum benötigen Sie ca. 15 Auto-Minuten.