23.09.2014, Di 09:00 Uhr, bis 17:00 Uhr, Stuttgart-Hohenheim
Alle inklusive?! - Arbeit und Beschäftigung von Menschen mit schweren und mehrfach Behinderungen
Diskutiert werden die sozialpolitisch geforderte Integration von Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt und die damit einhergehenden Fragen und Probleme.
In Zusammenarbeit mit dem Landesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte Baden-Württemberg e.V.


Downloads zur Veranstaltung

  • Dokumentation der Tagung vom Landesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderungen Baden-Württemberg e.V. (PDF)

Alle inklusive?! - Arbeit und Beschäftigung von Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen

23. September 2014
Tagungszentrum Hohenheim



Alle inklusive?! - Arbeit und Beschäftigung von Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen

"Schulzeit vorbei - und nun?" Spätestens gegen Ende der Schulzeit fragen sich Schüler mit und ohne Behinderung sowie deren Eltern, wie es beruflich nach der Schule weiter geht. Arbeit und Beschäftigung gehören zum Erwachsenenleben dazu. Arbeit bedeutet für Menschen mit schweren Behinderungen mehr als "nur" die finanzielle Basis für den Lebensunterhalt. Arbeit bedeutet auch Teilhabe an der Gesellschaft, ermöglicht berufliche Bildung und mehr.

Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen enthält in Artikel 27 klare Vorgaben. Darin heißt es (in leichter Sprache): "Menschen mit Behinderungen sollen selber entscheiden, wo sie arbeiten wollen. Zum Beispiel, ob sie mit Menschen ohne Behinderung zusammen in einer Firma arbeiten wollen. Oder ob sie in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung arbeiten wollen."

Die Entscheidung für den "richtigen" Berufsweg ist nicht immer leicht. Welche Arbeit eignet sich? Welche Arbeit fordert ohne zu überfordern? Welche Perspektiven bietet sie für die persönliche Entwicklung? Welche Hilfen gibt es für Menschen mit Behinderungen, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu bestehen? Was können Selbsthilfefirmen, Werkstätten für Menschen mit Behinderungen oder Tagesförderstätten bieten? Und wie durchlässig sind die einzelnen Arbeitsfelder? Ist ein Wechsel möglich? Die Fachtagung stellt die neuesten Forschungsergebnisse und Programme für Arbeit und Beschäftigung von Menschen mit schweren Behinderungen vor. Beispiele aus der Praxis zeigen, wie die Teilhabe am Arbeitsleben erfolgreich gestaltet werden kann.
Eingeladen sind Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen, Mitarbeiter/innen und Fachkräfte aus der Behindertenhilfe, Vertreter/innen aus Politik und Verwaltung. Die Fachtagung will Mut machen, die passende Arbeit oder eine angemessene und sinnvolle Beschäftigung finden.



Dienstag, 23. September 2014


09.15 Uhr

Anreise und Stehkaffee


09.55 Uhr

Begrüßung und Einführung

Dr. Manfred W. Lallinger
Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart


10.00 Uhr

Arbeit und Teilhabe - Rechte und Würde der
Erwerbsarbeit aus theologischer Sicht

Paul Schobel, Böblingen


10.30 Uhr

Inklusion gelingt! Wie Unternehmen Ausbildung und
Beschäftigung von Menschen mit Behinderung
erfolgreich gestalten können

Branko Schmidt-Bachaly, Nagold


11.00 Uhr

Arbeitsweltbezogene Tätigkeit für Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen - Ergebnisse des Forschungsprojektes SITAS

Prof. Dr. Karin Terfloth, Pädagogische Hochschule Heidelberg


11.30 Uhr

Pause mit Kaffee und Tee


12.00 Uhr

Arbeiten und Teilhabe - Konkrete Erfahrungen

"Ich kann eine ganze Menge!" Konkrete Erfahrungen aus dem Arbeitsleben

Armin Bönisch, Schrozberg
Fabian Bönisch, Schrozberg
Sabrina Gerdes, Lörrach
Clarissa Knittel, Reutlingen
Sabine Lampertsdörfer, Karlsbad


12.45 Uhr

Mittagspause


14.00 Uhr

Foren - Praktische Hilfen für den Alltag


Forum 1: Allgemeiner Arbeitsmarkt

"Inklusion gelingt!" - Wege auf den allgemeinen Arbeitsmarkt
Fortsetzung der Aktion 1000

Berthold Deusch, Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS)


Wie kann die Schwerbehindertenvertretung helfen?

Joachim Steck, Waiblingen


Forum 2: Integrationsfirmen

"Inklusion gelingt!" - Praxisbeispiele Integrationsfirmen

BioVelo, Café im Park, Golfen auf Gut Scheibenhardt, Flinke Hand - Beschäftigungsprojekte der IL-KA Integration + Leistung, Karlsruhe
Josef Held, Karlsruhe

EinDRUCKsvoll sozial - Texdat-Service gGbmH, Weinheim
Joachim Brehmer, Weinheim


Forum 3:

Gut arbeiten in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen

WfbM- Außenarbeitsplatz Buchladen Rappertshofen
Clarissa Knittel, Hans Usemann (Reutlingen)
Berufliche Bildung und Qualifizierung
Bettina Heuer, Reutlingen


Forum 4:

Gut arbeiten in einer Tagesförderstätte

Vorstellung des Tagewerkes und der Tagesförderstätte im Haus Spielberg, Karlsbad
Regine Aberle, Felicitas Becker, Sabine Lampertsdörfer

Vorstellung der Tagesförderstätte "Hinz + Kunst", Lörrach
Natalie Koch, Sabrina Gerdes


16.00 Uhr

Pause mit Kaffee und Tee


16.15 Uhr

Singen macht fröhlich!

Inklusionschor Löffingen (Leitung: Annette Scherzinger)


16.40 Uhr

Ausblick - Erwartungen und Forderungen

Jutta Pagel-Steidl, Stuttgart


16.45 Uhr

Ende der Veranstaltung



ReferentInnen


Regine Aberle, Karlsbad

Einrichtungsleiterin des Haus Spielberg.


Felicitas Becker, Karlsbad

Leiterin der Tagesförderstätte des Haus Spielberg.


Joachim Brehmer, Weinheim

Geschäftsführer der Texdat-Service gGbmH.


Armin Bönisch, Schrozberg

Vater eines behinderten Sohnes, Vorstandsmitglied LVKM BW.


Fabian Bönisch, Schrozberg

arbeitet seit dem Verlassen der Konrad-Biesalski-Schule Wört (Schule für Körperbehinderte) in einem Textilhandelsunternehmen.


Berthold Deusch, Karlsruhe

Leiter des Referats "Integrationsfachdienste und Arbeitsmarktprogramme" beim KVJS.


Sabrina Gerdes, Lörrach

Beschäftigte in der Tagesförderstätte "Hinz + Kunst", leben + wohnen Lörrach.


Josef Held, Karlsruhe

Geschäftsführer der IL-KA Integration + Leistung GmbH, Karls-
ruhe.


Bettina Heuer, Reutlingen

Leiterin des Referats Berufliche Bildung und Qualifizierung,
fachliche Steuerung und Koordination bei der LWV.Eingliederungshilfe gGmbH.


Clarissa Knittel, Reutlingen

WfbM-Mitarbeiterin im Buchladen Rappertshofen, Mitglied der Inklusionskonferenz im Landkreis Reutlingen.


Sabine Lampertsdörfer, Karlsbad

Beschäftigte in der Tagesförderstätte des Haus Spielberg.


Natalie Koch, Lörrach

Leiterin der Tagesförderstätte "Hinz + Kunst", leben + wohnen Lörrach.


Annette Scherzinger, Löffingen

Musiktherapeutin, Leiterin des Inklusionschores Löffingen.


Branko Schmidt-Bachaly, Nagold

Projektleiter Inklusionskompetenz der IHK Nordschwarzwald.


Paul Schobel, Böblingen

ehemaliger Leiter des "Fachbereichs Betriebsseelsorge in der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Moderator der Sendung "Anstöße" im SWR 1 und SWR 4.


Joachim Steck, Waiblingen

Gesamtschwerbehindertenvertreter Landesbank Baden-Württemberg / BW-Bank


Prof. Dr. Karin Terfloth, PH Heidelberg

Leitung der Außenstelle Landeslehrerprüfungsamt, Sonder-
pädagogik und im Leitungsteam Lernwerkstatt Inklusion.


Hans Usemann, Reutlingen

langjähriger WfBM-Mitarbeiter im Buchladen Rappertshofen.



Tagungsleitung


Dr. Manfred Lallinger M.A.

Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart


Jutta Pagel-Steidl

Landesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg e.V.



Zur Teilnahme


Tagungskosten

- Tagungsbeitrag EUR 30,00
- ermäßigt EUR 15,00
für Menschen mit Behinderung, die außer einem WfbM-Lohn nicht über eigenes Einkommen verfügen
inkl. Mittagessen und Kaffee/Tee


Anmeldung und Rückfragen

Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
- Geschäftsstelle -
Assistenz: Gudrun Leidig
Im Schellenkönig 61, 70184 Stuttgart
Tel: +49 711 1640-727 ; Fax: +49 711 1640-827
E-Mail: leidig@akademie-rs.de

Die Anmeldung zur Tagung erbitten wir schriftlich (Anmeldekarte, Fax, E-Mail) spätestens bis zum 16. September. Sie erhalten eine Anmeldebestätigung. Bitte kommen Sie nicht unangemeldet zur Tagung! Bei Rücktritt von der Anmeldung vom 17. - 22. 09. (Eingangsdatum) stellen wir Ihnen den Tagungsbeitrag in Rechnung, danach bzw. bei Fernbleiben die Gesamtkosten. Ersatz durch eine andere Person befreit von den Stornogebühren.


Tagungshaus und Anreise

Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart - Tagungszentrum Hohenheim - Paracelsusstraße 91, 70599 Stuttgart Tel: +49 711 451034 600; Fax: +49 711 451034 898

Das Tagungszentrum liegt in der Nähe der Universität Hohenheim. Mit der Stadtbahn (U5 Richtung Fasanenhof, U6 Richtung Leinfelden) ab Stuttgart Hauptbahnhof U12 bis Möhringen, von dort U3 bis Plieningen (Endstation), Fahrtzeit ca. 30 Min. (Bei Anreise mit der S-Bahn von Süden kann schon in Stuttgart-Vaihingen in die U3 gewechselt werden). Von der Endstation sind es noch 300 Meter zur Paracelsusstraße (zunächst weiter in Fahrtrichtung, im Kreuzungsbereich/Kreisverkehr die Hauptstraße überqueren, dann gleich rechts).

Autobahn aus Richtung Ulm oder Karlsruhe: Ausfahrt "Stuttgart-Hohenheim" in Richtung Plieningen (aus Richtung Karlsruhe: 400 m nach dem Ortsschild "Stuttgart-Plieningen" scharf links in die Filderhauptstraße, von dort ca. 1 km bis zum Kreisverkehr mit der Abzweigung "Universität Hohenheim", dann gleich scharf rechts in die Paracelsusstraße).

Vom Flughafen Stuttgart zum Tagungszentrum mit dem Bus Linie 79 in zwölf Minuten (Abfahrt alle 20 Minuten).

Das Tagungszentrum Hohenheim ist barrierefrei; Rolli-WC vorhanden.