11.05. bis 12.05.2015, Mo 10:00 Uhr, bis Di 16:00 Uhr, Stuttgart-Hohenheim
Interreligiöse Öffnung und Zusammenarbeit?
Soziale Dienste als Feld eines Dialogs des Handelns
Die gesellschaftliche Pluralisierung hat weitreichende Auswirkungen auf die Arbeit der Wohlfahrtsverbände. Wie verändern sich diese durch Konzepte einer interreligiösen Öffnung? Welche Formen der Zusammenarbeit mit islamischen Sozialeinrichtungen gibt es? Welche Rolle spielt die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden als anerkannter Wohlfahrtsverband?
In Zusammenarbeit mit dem Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart, dem Deutschen Caritasverband und der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen



Downloads zur Veranstaltung

Studierende der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen erlebten hier einen besonderen Lernort (vgl. Kurzbericht, Download) und verfassten auch einen ausführlichen Tagungsbericht (Manuskript, Download)

 

Prof. Dr. Ingo Bode: Die neue Infrastruktur des deutschen Sozialstaates und ihre Folgen für wertegebundene Wohlfahrtsproduzenten (Präsentation, Download)

Hanim Ezder: Beispiele islamischer Wohlfahrtsarbeit: Akteure, Handlungsfelder,
interreligiöse Zusammenarbeit im Bereich der Beratung (Präsentation, Download)

Prof. Dr. Josef Freise: Ausbildung in interreligiöser Kompetenz für soziale Arbeit (Präsentation, Download)

Dr. Timo Güzelmansur: Haupt- und ehrenamtliche Mitwirkende in Diensten und
Einrichtungen – rechtliche Fragen (Präsentation, Download)

Dr. Abdelmalek Hibaoui: Grundlagen und Verständnis von Beratung im Kontext islamischer Wohlfahrtsarbeit - islamisch-theologische Zugänge (Präsentation, Download)

Mohammed Johari: Grundlagen und Verständnis von Beratung im Kontext islamischer Wohlfahrtsarbeit (Manuskript, DownloadDownload)

Ayten Kilicarslan: Beispiele islamischer Wohlfahrtsarbeit: Akteure, Handlungsfelder,interreligiöse Zusammenarbeit im Bereich der Beratung (Manuskript, Download)

Dr. Thomas Lemmen: Wohlfahrtsarbeit als Feld eines interreligiösen Dialogs des Handelns – Rückblick und Zukunftsszenarien (Präsentation, Download)

Volker Nüske: Staatliche Perspektive im Kontext aktueller Entwicklungen der
Deutschen Islam Konferenz (Manuskript, Download)

Dr. Joachim Rückle: Aus der Not zur Tugend: Interreligiöse Öffnung zwischen Anspruch und Wirklichkeit (Manuskript, Download)

Dr. Detlef Schneider-Stengel: Trainings in interreligiöser Öffnung und die Vermittlung von Haltungen (Präsentation, Download und Handout, Download)

Aron Schuster: Geschichte, Grundlagen und Praxis jüdischer Wohlfahrtsarbeit
in Deutschland (Manuskript, Download)

Dr. Dorothee Steiof: Theologische Begründungen und verbandliche Konkretisierung interreligiöser Öffnung (Präsentation, Download)

 

Weiterführende Literaturhinweise und Weblinks

 

 

Interreligiöse Öffnung und Zusammenarbeit?

Soziale Dienste als Feld eines Dialogs des Handelns

11.-12. Mai 2015
Tagungszentrum Hohenheim



Interreligiöse Öffnung und Zusammenarbeit?

Soziale Dienste als Feld eines Dialogs des
Handelns

Die gesellschaftliche Pluralisierung hat weitreichende Auswirkungen auf die Arbeit der Wohlfahrtsverbände. So entstammen die Adressaten der Angebote kirchlicher Wohlfahrtsverbände längst nicht mehr nur entsprechenden Milieus. Es ist Alltag, dass hier Grenzen von Konfessionen, Kulturen und Religionen ständig überschritten werden. Wohlfahrtsverbände sind Mitgestalter des Sozialen in einer pluralen Gesellschaft. Im Sinne eines Dienstes am Notleidenden zielt die Arbeit der Wohlfahrtsverbände darauf hin, sich jedem Menschen möglichst empathisch zuzuwenden. Dies erfordert auf Seiten der Einrichtungen und ihrer haupt- wie ehrenamtlichen Mitarbeitenden nicht nur interkulturelle, sondern auch interreligiöse Kompetenzen - gerade im Blick auf Muslime, die häufig Angebote von Caritas und Diakonie wahrnehmen. Im Bereich interkultureller wie interreligiöser Öffnung wurden in den letzten Jahren Konzepte entwickelt und erprobt. Mit der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden existiert in Deutschland seit 1917 ein jüdischer Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege. Zudem gibt es vielfältige Erfahrungen der Zusammenarbeit mit islamischen Sozialeinrichtungen. Insofern findet in der Arbeit der Wohlfahrtsverbände ein wichtiger Teil eines interreligiösen Dialogs des Handelns statt.

Muslimisch geprägte Organisationen sind bisher kaum in das Wohlfahrtswesen eingebunden und nur vereinzelt Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband. Die neue Runde der Deutschen Islam Konferenz setzt sich mit islamischer Wohlfahrtsarbeit auseinander. Dies bietet den Anlass, nach gemeinsamen Grundlagen der auf Hilfe angewiesenen Menschen aus islamischer, jüdischer und christlicher Sicht zu fragen sowie Möglichkeiten für eine gesellschaftliche und sozialstaatliche Umsetzung zu diskutieren. Die Fachtagung soll einen Rahmen dafür bieten, Fragen interreligiöser Öffnung der Wohlfahrtsarbeit in einem interreligiösen Rahmen zu diskutieren.



Montag, 11. Mai 2015


10.00 Uhr Ankommen bei Kaffee und Tee


10.30 Uhr Begrüßung und Einführung


11.00 Uhr

1. Rolle der Wohlfahrtsverbände angesichts veränderter Rahmenbedingungen - Wahrnehmungen von außen

a) Die neue Infrastruktur des deutschen Sozialstaates und ihre Folgen für wertegebundene Wohlfahrtsproduzenten

Prof. Dr. Ingo Bode (Professor für Sozialpolitik, mit Schwerpunkt gesellschaftliche und organisationale Grundlagen am Institut für Sozialwesen der Universität Kassel)


b) staatliche Perspektive im Kontext aktueller Entwicklungen der Deutschen Islam Konferenz

Martin Lauterbach (Referatsleiter der Geschäftsstelle der Deutschen Islam Konferenz (DIK), Bundesamt für Migration und Flüchtlinge)


12.30 Uhr Mittagessen


14.00 Uhr

2. Konzepte und Erfahrungen interreligiöser Öffnung

a) Theologische Begründungen und verbandliche Konkretisierung interreligiöser Öffnung

Dr. Dorothee Steiof (Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart)


b) Aus der Not zur Tugend: Interreligiöse Öffnung zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Dr. Joachim Rückle (Diakonisches Werk Württemberg)


c) Trainings in interreligiöser Öffnung und die Vermittlung von Haltungen

Dr. Detlef Schneider-Stengel (Arbeitskreis Integration, Bistum Essen)


15.45 Uhr Kaffeepause


16.15 Uhr

3. Arbeitsgruppen zu Einzelfragen interreligiöser Öffnung und Zusammenarbeit

(1.) Haupt- und ehrenamtliche Mitwirkende in Diensten und Einrichtungen - rechtliche Fragen

Dr. Timo Güzelmansur (Cibedo, Frankfurt)


(2.) Ausbildung in interreligiöser Kompetenz für soziale Arbeit

Prof. Dr. Josef Freise (Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen, Köln)


(3.) Eigene Verbandsstrukturen oder Mitgliedschaft im Paritätischen Wohlfahrtsverband? Ort und Institutionalisierung islamischer Wohlfahrtsarbeit

Sami Charchira (Mitglied des Landesvorstandes des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf)


(4.) Interreligiöse Solidarität und interreligiöse Öffnung in Einrichtungen der freien Wohlfahrtspflege bei Juden, Christen und Muslimen

Günter Jek (ZWST, Frankfurt)
Hanim Ezder (BFMF, Köln)
Fritz Weller (Caritasverband Stuttgart)
Moderation: Dr. Eugen Baldas (Deutscher Caritasverband/Gemeindecaritas, Freiburg)


18.00 Uhr Abendessen


19.00 Uhr

4. Geschichte, Grundlagen und Praxis jüdischer Wohlfahrtsarbeit in Deutschland

Aron Schuster (Stellvertretender Direktor der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden, Frankfurt)


20.30 Uhr offener Abend

Dienstag, 12. Mai 2015


7.45 Uhr

Interreligiöser Morgenimpuls


8.00 Uhr

Frühstück


9.00 Uhr

5. Grundlagen und Verständnis von Beratung im Kontext islamischer Wohlfahrtsarbeit

a) islamisch-theologische Zugänge

Dr. Abdelmalek Hibaoui (Zentrum für Islamische Theologie, Universität Tübingen)


b) Muslime im Kontext von Beratung

Mohammed Johari (Islamische Informations- und Serviceleistungen e.V., Frankfurt)


10.30 Uhr Kaffeepause


11.00 Uhr

6. Beispiele islamischer Wohlfahrtsarbeit: Akteure, Handlungsfelder, interreligiöse Zusammenarbeit im Bereich der Beratung

Hanim Ezder (BFmF, Köln)
Ayten Kilicarslan (DITIB, Köln)
Sami Charchira (Aktion Gemeinwesen und Beratung, Düsseldorf)


12.30 Uhr Mittagessen


13.30 Uhr

7. Wohlfahrtsarbeit als Feld eines interreligiösen Dialogs des Handelns - Rückblick und Zukunftsszenarien

a) Gesprächsgruppen
b) Abschlussreferate mit anschließender Diskussion

Dr. Thomas Lemmen (Erzdiözese Köln, Referat für Dialog und Verkündigung)
Dr. Djavad Mohagheghi (Islamisches Zentrum Hannover/IGS-Nord, Hannover)


15.30 Uhr Ende der Tagung



Tagungsleitung


Prof. Dr. Josef Freise
Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
PD Dr. Hansjörg Schmid
Schweizer Zentrum für Islam und Gesellschaft,
Universität Fribourg
Dr. Christian Ströbele
Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart

in Zusammenarbeit mit

Dr. Eugen Baldas
Deutscher Caritasverband
Dr. Dorothee Steiof
Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Dr. Alexis Fritz
Deutscher Caritasverband



Zur Teilnahme


Tagungskosten

- inkl. Verpflegung und Übernachtung im EZ 76 EUR
- inkl. Verpflegung und Übernachtung im DZ 71 EUR
- ohne Übernachtung/Frühstück 45 EUR

Die Tagung wird gefördert durch das Bundeministerium des Innern.


Anmeldung und Rückfragen

Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
- Geschäftsstelle -
Assistenz: Catrin Dihm
Im Schellenkönig 61, 70184 Stuttgart
Tel: +49 711 1640-722 ; Fax: +49 711 1640-822
E-Mail: dihm@akademie-rs.de

Die Anmeldung zur Tagung erbitten wir schriftlich (Anmeldekarte, Fax, E-Mail) spätestens bis zum 24.04.2015. Sie erhalten eine Anmeldebestätigung. Bitte kommen Sie nicht unangemeldet zur Tagung! Bei Rücktritt von der Anmeldung vom 28.04. - 07.05.2015 (Eingangsdatum) stellen wir Ihnen 50 % der gebuchten Leistung in Rechnung, danach bzw. bei Fernbleiben die Gesamtkosten. Ersatz durch eine andere Person befreit von den Stornogebühren.


Tagungshaus und Anreise

Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
- Tagungszentrum Hohenheim -
Paracelsusstraße 91, 70599 Stuttgart
Tel: +49 711 451034 600; Fax: +49 711 451034 898

Das Tagungszentrum liegt in der Nähe der Universität Hohenheim. Mit der Stadtbahn (U5 Richtung Fasanenhof, U6 Richtung Leinfelden) ab Stuttgart Hauptbahnhof U12 bis Möhringen, von dort U3 bis Plieningen (Endstation), Fahrtzeit ca. 30 Min. (Bei Anreise mit der S-Bahn von Süden kann schon in Stuttgart-Vaihingen in die U3 gewechselt werden). Von der Endstation sind es noch 300 Meter zur Paracelsusstraße (zunächst weiter in Fahrtrichtung, im Kreuzungsbereich/Kreisverkehr die Hauptstraße überqueren, dann gleich rechts).
Autobahn aus Richtung Ulm oder Karlsruhe: Ausfahrt "Stuttgart-Hohenheim" in Richtung Plieningen (aus Richtung Karlsruhe: 400 m nach dem Ortsschild "Stuttgart-Plieningen" scharf links in die Filderhauptstraße, von dort ca. 1 km bis zum Kreisverkehr mit der Abzweigung "Universität Hohenheim", dann gleich scharf rechts in die Paracelsusstraße).
Vom Flughafen Stuttgart zum Tagungszentrum mit dem Bus Linie 79 in zwölf Minuten (Abfahrt alle 20 Minuten).